AWS Grundlagen für Entwickler - Beratung, Coaching und Schulung

AWS Grundlagen für Entwickler: von CLI und SDK bis DynamoDB

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie richten Ihr AWS-Konto entwicklergerecht ein, sprechen Dienste über CLI und SDK an und entscheiden begründet, ob Ihre Anwendung auf EC2, in Elastic Beanstalk, in Containern oder serverlos läuft und welche Datenbank dazu passt.

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Welcher AWS-Dienst trägt Ihre Anwendung – und wie spricht Ihr Code ihn an?

AWS bietet Entwickler:innen für fast jede Aufgabe einen verwalteten Dienst – vom virtuellen Server bis zur Datenbank, die sich selbst skaliert. Das Seminar AWS Grundlagen für Entwickler sortiert dieses Angebot aus Sicht der Anwendungsentwicklung: Sie richten Konto, Identitäten und die AWS CLI ein, sprechen Dienste aus dem eigenen Code mit einem AWS SDK an und lernen die Stufen kennen, auf denen eine Anwendung in AWS laufen kann – Infrastruktur mit EC2, EBS und VPC, verwaltete Datenbanken mit RDS und DynamoDB, Plattformdienste wie Elastic Beanstalk und Container mit ECS, fertige Bausteine wie Cognito oder Amazon Bedrock. Am Ende wissen Sie, welche Architektur-Symbole hinter einem Referenzdiagramm stehen und welcher Teil davon für Ihr Projekt wirklich nötig ist.

Wir beginnen mit dem, was vor der ersten Zeile Code erledigt sein sollte: Root-Benutzer absichern, Anmeldung über IAM Identity Center und aws configure sso statt langlebiger Zugangsschlüssel, Budget mit Alarm. Danach folgt der Weg vom eigenen Rechenzentrum in die Cloud – warum AWS 2006 mit S3 und EC2 begann und was Regionen und Availability Zones für Ihre Anwendung bedeuten. Im IaaS-Teil starten Sie eine EC2-Instanz, richten per User Data einen Webserver ein, öffnen Ports über Sicherheitsgruppen und lassen eine Auto-Scaling-Gruppe hinter einem Application Load Balancer wachsen. Anschließend laden Sie Dateien mit aws s3 cp hoch, lesen sie aus einer Anwendung mit dem SDK wieder aus und geben der Instanz dafür eine IAM-Rolle statt eines gespeicherten Schlüssels. Netzwerk, DNS mit Route 53 und Auslieferung über CloudFront schließen den Infrastrukturblock ab.

Der zweite Teil geht die Abstraktionsstufen nach oben: RDS und Aurora für relationale Daten, DynamoDB für Schlüssel-Wert-Zugriffe mit bekannten Mustern, ElastiCache als Zwischenspeicher, SQS, SNS und EventBridge für die Kommunikation zwischen Diensten. Elastic Beanstalk nimmt Ihnen den Betrieb der Server ab, ECS mit Fargate die Verwaltung von Container-Hosts, Lambda das Denken in Servern überhaupt. Wo es um vorgefertigte Funktionen geht – Benutzeranmeldung, Bilderkennung, Texterkennung in Belegen, Sprachmodelle über Bedrock – sehen Sie, wie wenig Code die Einbindung braucht und welche Kosten- und Datenschutzfragen sie mitbringt. DevOps und Sicherheit runden den Überblick ab: CloudFormation und CDK für Infrastruktur als Code, CloudWatch für Logs und Metriken, CloudTrail, GuardDuty und WAF für den Schutz der Anwendung.

Für den Einstieg in den eigenen Code bringt AWS zwei Assistenten mit: Im Chat der Konsole erklärt Amazon Q Developer etwa, warum ein Aufruf mit AccessDenied scheitert und welche Berechtigung fehlt. Im Editor übernimmt Kiro, das AWS als Nachfolger für die Arbeit in IDE und Terminal eingeführt hat, zum Beispiel den Entwurf eines SDK-Aufrufs für einen S3-Upload. Beide Antworten halten wir gegen die IAM-Richtlinie und die SDK-Referenz, bevor sie in die Übungsanwendung wandern.

Das Seminar bleibt bewusst in der Breite. Laufzeiten, Layers und SAM gehören in die Lambda-Vertiefung, Pipelines mit CodePipeline und CDK in den Kurs DevOps mit AWS, die Abwägung ganzer Architekturen nach dem Well-Architected Framework in das Architektenseminar. Für die Übungen genügt ein eigenes Sandbox-Konto; Beispielcode liegt in Python und JavaScript vor, auf Wunsch arbeiten wir mit dem SDK der Sprache, die Ihr Team einsetzt.

Ein Zugangsschlüssel in einer .env-Datei ist bei AWS-Einsteigerprojekten der häufigste Grund für schlaflose Nächte – und er ist fast immer überflüssig. Auf EC2, in ECS oder in Lambda holt sich das SDK seine Anmeldedaten selbst aus der zugewiesenen Rolle, lokal erledigt das die SSO-Anmeldung der CLI. Wer von Anfang an mit Rollen statt mit Schlüsseln arbeitet, muss nie einen Schlüssel aus einem Git-Verlauf tilgen. Das ist auch der Grund, warum IAM bei mir vor EC2 kommt: Rechte sind in AWS keine Formalität, sondern der Teil, der Ihre Anwendung mit den Diensten verbindet.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

AWS Grundlagen für Entwickler: von CLI und SDK bis DynamoDB

AWS-Konto für die Entwicklung einrichten
  • Wie Sie AWS als Entwickler:in nutzen: Konsole, AWS CLI, SDKs und Infrastruktur als Code
  • Das Root-Konto: MFA aktivieren, keine Zugangsschlüssel, nur für wenige Kontoaufgaben verwenden
  • Anmeldung über IAM Identity Center; IAM-Benutzer und -Gruppen nur noch für Sonderfälle
  • CLI-Zugang mit aws configure sso und kurzlebigen Anmeldedaten statt dauerhaftem Secret Key
  • Zugangsschlüssel, wo unvermeidbar: rotieren, eng berechtigen, nie im Repository speichern
  • Kostenkontrolle: Budget mit Alarm in AWS Budgets, Abrechnungsalarm in CloudWatch
  • Credential-Kette der SDKs: Umgebungsvariablen, Profile, Rollen – welche Quelle gewinnt
Vom eigenen Rechenzentrum zu AWS
  • On-Premises-Infrastruktur: Hardware, Kapazitätsplanung und Betrieb als Ausgangspunkt
  • Die Anfänge der Cloud: S3 und EC2 im Jahr 2006 und das Prinzip der Abrechnung nach Verbrauch
  • Regionen und Availability Zones: Latenz, Ausfalldomänen, Dienstverfügbarkeit je Region
  • Modell der geteilten Verantwortung aus Sicht der Anwendungsentwicklung
Infrastruktur als Dienst: EC2
  • EC2-Instanz aus einem Launch Template erstellen, Zugang per Session Manager
  • EC2-Instanztypen: Familien, Größen, Graviton-Prozessoren und Preismodelle
  • Webserver per User Data einrichten und über die öffentliche Adresse testen
  • Sicherheitsgruppen: eingehende Regeln für HTTP und HTTPS, Verweise auf andere Gruppen
  • EC2 Auto Scaling: Gruppe über zwei AZs, Zielverfolgung nach CPU-Last
Speicher: EBS, EFS und S3
  • Elastic Block Store: Volume-Typen gp3 und io2, Snapshots, Verschlüsselung
  • Elastic File System: gemeinsamer Dateispeicher für mehrere Instanzen und Container
  • Simple Storage Service (S3): Buckets, Objekte, Schlüssel und Block Public Access
  • Übung: Datei mit aws s3 cp hochladen und mit aws s3 ls prüfen
  • Übung: Datei mit dem SDK aus S3 abrufen, etwa mit boto3 oder dem AWS SDK for JavaScript v3
  • Vorsignierte URLs für zeitlich begrenzten Download und Upload aus der Anwendung
  • IAM-Rollen für EC2: Instanzprofil statt gespeicherter Schlüssel
  • Bucket-Funktionen: Versionierung, Lebenszyklusregeln, Ereignisbenachrichtigungen
  • S3-Glacier-Speicherklassen für Archive: Instant, Flexible Retrieval und Deep Archive
  • Inhalte schneller ausliefern mit CloudFront, Zugriff auf S3 über Origin Access Control
Netzwerke für Anwendungen
  • Virtuelle private Cloud (VPC): Adressbereich, öffentliche und private Subnetze, Routentabellen
  • Internet-Gateway und NAT-Gateway: wer ins Internet darf und wer nur hinaus
  • Elastic IPs – und warum öffentliche IPv4-Adressen inzwischen Geld kosten
  • Zugriff auf private Subnetze: Client VPN, Site-to-Site-VPN oder Session Manager ohne offenen Port
  • Skalieren mit Elastic Load Balancing: Application Load Balancer, Zielgruppen, Integritätsprüfungen
  • DNS mit Route 53: gehostete Zonen, Alias-Einträge, Zertifikate über ACM
  • Netzwerkthemen in der Tiefe – Peering, Transit Gateway, PrivateLink – im Seminar AWS-Netzwerkmanagement
Datenbanken als Dienst
  • Was Database-as-a-Service übernimmt: Patches, Backups, Replikation, Skalierung
  • Amazon RDS für PostgreSQL, MySQL, MariaDB und SQL Server; Aurora und Aurora Serverless
  • Datenbankverbindung aus der Anwendung: Zugangsdaten aus Secrets Manager, RDS Proxy
  • NoSQL mit DynamoDB: Partitionsschlüssel, Zugriffsmuster, On-Demand-Kapazität
  • DynamoDB aus dem SDK: PutItem, Query statt Scan, bedingte Schreibvorgänge
  • In-Memory-Caches mit ElastiCache für Valkey, Redis OSS oder Memcached
  • Big Data: Amazon Redshift, Athena für SQL auf S3 und EMR im Überblick
  • Messaging-Dienste: SQS-Warteschlangen, SNS-Themen, EventBridge, Amazon MQ, Kinesis
Plattformdienste und Container
  • Elastic Beanstalk: Anwendung hochladen, Umgebung mit Load Balancer und Skalierung entsteht
  • Container auf AWS: Images in Amazon ECR, Betrieb mit ECS und Fargate, Kubernetes mit EKS
  • AWS App Runner ohne Neukunden; Nachfolger Amazon ECS Express Mode für Webanwendungen aus einem Container-Image
  • Lambda im Überblick: Ereignisse, Abrechnung, Grenzen – Tiefe im Seminar AWS Lambda für Entwickler
  • Stapelverarbeitung mit AWS Batch, Abläufe mit Step Functions
  • Entscheidungshilfe: EC2, Beanstalk, Fargate oder Lambda für eine konkrete Anwendung
Fertige Dienste einbinden
  • Benutzer-Authentifizierung mit Amazon Cognito: Benutzerpools, Anmeldung über Google oder Entra ID
  • Mobile und Web-Frontends mit AWS Amplify – Vertiefung im Seminar AWS Amplify
  • Maschinelles Lernen als Dienst: Rekognition, Textract, Transcribe und Translate per API
  • Sprachmodelle über Amazon Bedrock aufrufen; eigene Modelle mit Amazon SageMaker AI
  • Mediendienste: Videos mit AWS Elemental MediaConvert umwandeln
  • Internet der Dinge: Geräte mit AWS IoT Core anbinden, Daten über Regeln weiterleiten
  • Fertige Lösungen aus dem AWS Marketplace beziehen und abrechnen
DevOps-Dienste im Überblick
  • Was DevOps für eine AWS-Anwendung bedeutet: kleine Änderungen, automatisierte Bereitstellung
  • CI/CD mit CodeBuild, CodeDeploy und CodePipeline – Aufbau im Seminar DevOps mit AWS
  • Infrastruktur als Code mit CloudFormation und AWS CDK, Änderungen per Change Set prüfen
  • Überwachung mit CloudWatch: Logs, Metriken, Alarme und Logs Insights
  • Tracing über Dienstgrenzen mit OpenTelemetry und X-Ray; X-Ray-SDKs seit Februar 2026 im Wartungsmodus
Sicherheit für Anwendungen
  • AWS Shield gegen DDoS und Web Application Firewall (WAF) vor CloudFront und ALB
  • Amazon Inspector für Schwachstellen in EC2, ECR-Images und Lambda
  • GuardDuty für verdächtige Aktivitäten, Macie für personenbezogene Daten in S3
  • CloudTrail und Security Hub: unerwünschte Änderungen nachverfolgen, Befunde bündeln
  • Minimale Rechte für Anwendungen: IAM-Richtlinien testen, Access Analyzer nutzen
  • Hilfe bekommen: AWS-Support-Pläne, re:Post und Service Quotas
AWS-Assistenten beim Einstieg: Amazon Q Developer und Kiro
  • Amazon Q Developer im Chat der AWS-Konsole: Fehlermeldungen wie AccessDenied erklären lassen
  • Kiro in Editor und Terminal: SDK-Aufrufe für S3 und DynamoDB entwerfen lassen
  • Vorschläge gegen IAM-Richtlinie, SDK-Dokumentation und Kosten der Aufrufe prüfen
  • Was der Assistent sieht: nur Ressourcen, die Ihre AWS-Anmeldung lesen darf; Tarif Free oder Pro
Praxisprojekt: Garantieregistrierung für einen Hersteller von Akkuwerkzeugen
  • Kundenkonto über Cognito, Upload des Kaufbelegs per vorsignierter S3-URL
  • Kaufdatum und Händler mit Textract aus dem Beleg lesen, Registrierung in DynamoDB speichern
  • Bestätigungsmail über eine SQS-Warteschlange entkoppeln, Anwendung in Elastic Beanstalk betreiben
  • Fehler mit CloudWatch Logs nachverfolgen, Kosten im Cost Explorer prüfen und Testressourcen abbauen
Lernziele
  • Sie richten ein AWS-Konto mit abgesichertem Root-Benutzer, SSO-Anmeldung für die CLI und Budgetalarm ein
  • Sie sprechen S3 und DynamoDB mit der AWS CLI und einem AWS SDK an, ohne Zugangsschlüssel im Code
  • Sie starten EC2-Instanzen hinter einem Load Balancer mit Auto Scaling in einer selbst aufgebauten VPC
  • Sie wählen begründet zwischen EC2, Elastic Beanstalk, ECS mit Fargate und Lambda sowie zwischen RDS und DynamoDB
  • Sie binden fertige Dienste wie Cognito oder Bedrock ein und überwachen Anwendungen mit CloudWatch und CloudTrail
Zielgruppe
  • Anwendungsentwickler:innen, die ihre erste Anwendung auf AWS bereitstellen
  • Backend- und Full-Stack-Entwickler:innen, die AWS-Dienste aus dem eigenen Code nutzen wollen
  • Entwicklungsteams, die eine bestehende Anwendung in AWS betreiben und den Dienstkatalog einordnen müssen

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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