Kubernetes für Einsteiger - Beratung, Coaching und Schulung

Kubernetes für Einsteiger: vom Container zum ersten Deployment

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie starten einen lokalen Kubernetes-Cluster mit kind oder minikube, bringen Ihre erste Anwendung als Deployment mit Service zum Laufen und lesen mit kubectl, was im Cluster passiert.

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Wie kommt mein Container in einen Kubernetes-Cluster?

Kubernetes für Einsteiger heißt hier: Sie fangen mit einem Container an, den Sie schon kennen, und enden mit einem Deployment, das sich nach einem Absturz selbst repariert. Dazwischen liegt ein lokaler Cluster auf Ihrem eigenen Rechner – mit kind oder minikube, ohne Cloud-Konto und ohne Risiko für bestehende Systeme. Sie lernen die wenigen Begriffe, die am Anfang wirklich zählen – Pods, Deployments, Services, Labels, Namespaces – und Sie lernen kubectl als Werkzeug, mit dem Sie den Cluster befragen und steuern.

Wir gehen den Weg, den auch Ihre Anwendung später nimmt. Zuerst richten Sie unter Windows, macOS oder Linux eine Container-Laufzeit und den lokalen Cluster ein. Dann schreiben Sie Ihr erstes YAML-Manifest, rollen einen Webserver aus, setzen einen Service davor und öffnen ihn im Browser. Sie lesen Events und Logs, ändern Labels, ergänzen Probes und spielen ein Update samt Rücksprung durch. Im zweiten Teil wächst die Beispielanwendung um eine Datenbank: ConfigMap, Secret, Job und ein StatefulSet mit Volume kommen hinzu, ebenso Headlamp als grafische Oberfläche. Ein Ausblick zeigt, was für den Produktionsbetrieb fehlt – dort setzen die Seminare Kubernetes Grundlagen und Kubernetes für Administratoren an.

Ein Coding-Agent ist beim Einstieg eher Dolmetscher als Autor. Mit der Gemini CLI im Terminal lassen Sie sich Meldungen aus kubectl describe erklären und vergleichen Ihr eigenes Manifest mit einem Vorschlag, prüfen ihn aber selbst mit kubectl explain und einem Probelauf per --dry-run=client. Weil der Agent ausschließlich den lokalen Übungscluster sieht, kann ein falscher Befehl nichts zerstören, was sich nicht in einer Minute neu aufsetzen lässt.

Vorkenntnisse in Kubernetes brauchen Sie nicht, ein Terminal sollte Ihnen aber vertraut sein, ebenso der Start eines Containers. Bringt die Gruppe noch keine Container-Erfahrung mit, beginnen wir mit einer kurzen Docker-Auffrischung; arbeitet Ihr Team bereits mit einer bestimmten Distribution, richten wir den Übungscluster passend dazu ein.

Viele geben Kubernetes nach dem ersten Tutorial auf, weil sie gleich mit Helm, Ingress und einem Cloud-Cluster anfangen und dann nicht mehr wissen, welche Schicht gerade klemmt. Der erste Cluster gehört auf den eigenen Laptop – kind startet in einer Minute, und was man kaputt macht, löscht man mit einem Befehl. Wer dort ein Deployment, einen Service und ein Label-Missverständnis selbst erlebt hat, versteht danach auch die großen Cluster. Kubernetes ist umfangreich, aber der Kern, den man am ersten Tag braucht, passt auf eine Seite.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Kubernetes für Einsteiger: vom Container zum ersten Deployment

Container, Kubernetes und Cloud Native einordnen
  • Vom Image zum laufenden Container: was beim Containerisieren einer Anwendung passiert
  • Kubernetes als Orchestrierer: Sollzustand beschreiben, statt Container einzeln zu starten
  • Cloud Native nach dem Verständnis der CNCF: Container, kleine Dienste, deklarative APIs
  • Was Kubernetes Ihnen abnimmt: Neustarts, Skalierung, Lastverteilung und Rollouts
  • Kubernetes-Varianten für den Einstieg: k3s, MicroK8s, k0s und Managed-Angebote der Clouds
Die Begriffe für den Start
  • Ein Cluster aus zwei Teilen: Control Plane entscheidet, Worker-Nodes führen aus
  • Node und Pod: warum Kubernetes jeden Container in einen Pod verpackt
  • Deployment, Job und Service: drei Objekte für drei Aufgaben
  • Labels und Selektoren verbinden Services mit Pods, Namespaces trennen Projekte
  • Kubelet startet die Pods auf dem Node, kube-proxy leitet Service-Verkehr weiter
  • Objekte nachschlagen mit kubectl explain und kubectl api-resources
Lokale Lernumgebung einrichten
  • Docker Desktop unter Windows mit WSL-2-Backend installieren und testen
  • Docker Engine unter Linux aus den Paketquellen von Docker, alternativ Podman
  • Docker Desktop oder Colima unter macOS, auch auf Apple-Silicon-Rechnern
  • minikube unter Windows per winget installieren, Treiber Docker oder Hyper-V wählen
  • minikube unter Linux und macOS installieren, Arbeitsspeicher und CPUs festlegen
  • kind als schlanke Alternative: Cluster aus Docker-Containern, auch mit mehreren Nodes
  • Ersten Cluster starten, kubectl get nodes und die System-Pods in kube-system erkunden
  • Die kubeconfig verstehen: zwischen minikube- und kind-Kontext umschalten
  • Shell-Vervollständigung und Kurzform k für zügiges Arbeiten mit kubectl einrichten
Die erste Anwendung bereitstellen
  • YAML für Kubernetes: Einrückung, Listen und die Felder apiVersion, kind, metadata, spec
  • Namespace für die Übungen anlegen und als Standard im aktuellen Kontext setzen
  • Deployment für einen nginx-Webserver schreiben und mit kubectl apply -f anlegen
  • Service vom Typ ClusterIP davorsetzen und per kubectl port-forward im Browser öffnen
  • Pod-Phasen Pending, Running und Failed an den Events in kubectl describe ablesen
  • Testpod mit BusyBox: DNS-Namen und Erreichbarkeit des Service mit wget prüfen
  • Anwendungslogs mit kubectl logs lesen, auch über ein Label und mit --previous
  • Labels hinzufügen, überschreiben und löschen mit kubectl label
  • Pods mit -l und --show-labels filtern, die Zuordnung zum Service nachvollziehen
  • Readiness- und Liveness-Probe für den Webserver ergänzen und einen Ausfall simulieren
  • Neue Image-Version ausrollen, mit kubectl rollout status verfolgen und zurücknehmen
  • Typische Anfängerfehler finden: falscher Image-Name, Tippfehler im Selektor, falscher Port
Praxis mit einer Anwendung aus mehreren Teilen
  • Beispielanwendung aus Frontend, REST-API und PostgreSQL in einem eigenen Namespace
  • Headlamp statt des archivierten Kubernetes Dashboard: den Cluster grafisch durchsehen
  • ConfigMap anlegen und als Umgebungsvariablen oder Datei in den Pod geben
  • Datenbankpasswort als Secret ablegen – und warum Base64 kein Schutz ist
  • Einmalige Aufgaben als Job, wiederkehrende als CronJob ausführen
  • PostgreSQL als StatefulSet mit PersistentVolumeClaim: Daten überstehen den Neustart
  • Service vom Typ LoadBalancer lokal nutzen mit minikube tunnel oder cloud-provider-kind
  • HTTP-Zugang von außen: Ingress im Bestand, Gateway API als Ablösung von Ingress-NGINX
  • Requests und Limits für CPU und Speicher setzen, OOMKilled absichtlich auslösen
Ausblick: vom Laptop in die Produktion
  • Was sich im Produktionscluster ändert: mehrere Nodes, Managed Kubernetes, Upgrades
  • Namespaces im Team: ResourceQuota begrenzt, was ein Projekt verbrauchen darf
  • Verbrauch sehen mit metrics-server und kubectl top, Prometheus als nächster Schritt
  • Logs zentral sammeln: Fluent Bit und Loki im Überblick
  • Wer darf was: Benutzer in der kubeconfig, ServiceAccounts und RBAC im Überblick
  • Pods verwalten lassen: einzelner Pod, ReplicaSet, Deployment oder DaemonSet
  • Zustandsbehaftete Workloads: wann ein Datenbank-Operator besser passt als ein StatefulSet
  • Sicherheitsgrundregeln: kein root im Container, Pod Security Standards, feste Image-Tags
Erste Kubernetes-Schritte mit einem Coding-Agenten
  • Agent sieht nur den lokalen kind-Cluster: eigene kubeconfig ohne Kontexte zu Firmenclustern
  • Meldungen aus kubectl describe vom Agenten erklären lassen und am Event selbst nachprüfen
  • Vorgeschlagenes YAML mit kubectl explain und kubectl apply --dry-run=client gegenprüfen
  • Übungscluster per Skript neu aufbauen und mit kind delete cluster verwerfen, wenn etwas schiefgeht
  • Agent erläutert die Unterschiede zwischen eigenem Manifest und Musterlösung Zeile für Zeile
Praxisprojekt: Kurz-URL-Dienst auf dem eigenen kind-Cluster
  • Web-Oberfläche und Redis als zwei Deployments mit Services in eigenem Namespace
  • Basis-URL per ConfigMap, Redis-Passwort als Secret, Statistik-Export als CronJob
  • Zugriff über port-forward und Ingress, neue Version ausrollen und wieder zurücknehmen
  • Alle Manifeste im Git-Repository ablegen und den Cluster daraus von null neu aufbauen
Lernziele
  • Sie richten unter Windows, macOS oder Linux einen lokalen Kubernetes-Cluster mit kind oder minikube ein
  • Sie erklären, wie Pods, Deployments, Services, Labels und Namespaces zusammenhängen
  • Sie schreiben YAML-Manifeste für eine Anwendung und rollen sie mit kubectl apply aus
  • Sie lesen Events und Logs, finden einfache Fehler und nehmen ein fehlerhaftes Update zurück
  • Sie geben einer Anwendung Konfiguration, Secrets und ein persistentes Volume mit
Zielgruppe
  • Entwickler:innen, die bisher nur mit Docker gearbeitet haben und Kubernetes kennenlernen wollen
  • Administrator:innen und Betriebsteams ohne Kubernetes-Erfahrung vor der Einführung eines Clusters
  • Studierende und Quereinsteiger:innen in DevOps-Rollen

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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