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Linux Distribution wählen – Workshop: Debian, Ubuntu, Fedora

Linux Distribution im Überblick: Debian, Ubuntu, Fedora & Co. vergleichen

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie vergleichen Linux-Distributionen nach Release-Modell, Supportzeitraum, Paketverwaltung und Einsatzzweck und treffen eine begründete Auswahl zwischen Debian, Mint, Ubuntu, Fedora, openSUSE, Arch und Alpine.

Welche Linux-Distribution passt zu Ihrem Einsatzzweck – und wie lange wird sie gepflegt?

Eine Linux-Distribution ist mehr als ein Logo auf dem Startbildschirm: Sie legt fest, welcher Kernel läuft, woher Software kommt, wie lange Sicherheitsupdates erscheinen und wie viel Pflege ein System im Alltag braucht. Das Seminar gibt Entscheider:innen und Umsteiger:innen einen Rahmen, mit dem sie Distributionen sachlich vergleichen – statt sich nach Empfehlungen aus Foren zu richten. Sie lernen die gemeinsamen Bausteine kennen, die Unterschiede bei Paketmanagern, Init-Systemen und Release-Modellen und die Kriterien, nach denen ein Arbeitsplatz, ein Server oder ein Container-Image jeweils eine andere Antwort verlangt.

Im ersten Teil ordnen wir Kernel, Systemverwaltung, Softwareverwaltung und Desktop-Umgebungen ein und vergleichen feste Versionen, Langzeitsupport und Rolling Releases. Danach stellen wir sieben Distributionen nebeneinander: Debian als stabile Basis vieler Ableger, Linux Mint für Windows-Umsteiger:innen, Ubuntu mit seinen LTS-Versionen, Fedora als schneller Vorlauf der Red-Hat-Familie, openSUSE mit Leap und Tumbleweed, Arch Linux für alle, die ihr System selbst zusammensetzen, und Alpine als schlanke Grundlage für Container. Jede Distribution installieren Sie in einer eigenen virtuellen Maschine, aktualisieren sie mit dem passenden Paketmanager und erledigen dieselben Einstiegsaufgaben – so werden Unterschiede greifbar, die in Datenblättern untergehen.

Am Ende steht eine gewichtete Entscheidungsmatrix, die Supportzeitraum, Hardwareunterstützung, Fachsoftware, Herstellersupport und das Wissen im eigenen Team berücksichtigt. Wer sich anschließend festlegt, findet die Vertiefung in den Einzelseminaren zu Ubuntu Desktop, Ubuntu-Systemadministration, Debian, Fedora und FreeBSD; die distributionsübergreifende Installation und Konfiguration behandelt das Seminar Linux Installation und Konfiguration. Für Teams, die vor einer konkreten Wahl stehen, bringen wir im Coaching die eigenen Anforderungen mit und prüfen die Favoriten direkt an Ihrer Hardware oder Ihrer Container-Plattform.

Ob ein Linux-System fünf Jahre lang ruhig läuft, entscheidet sich selten an der Oberfläche, sondern am Supportkalender. Ein Rolling Release ist auf dem Notebook einer Entwicklerin ein Vorteil und auf einer Maschinensteuerung ein Risiko; eine LTS-Version mit fünf Jahren Pflege ist für einen Server bequem und für brandneue Grafikhardware oft zu alt. Ich frage deshalb zuerst nach Einsatzdauer, Fachsoftware und Updatefenster – und erst danach nach dem Desktop. Wer diese drei Antworten kennt, hat die Auswahl meist auf zwei Kandidaten verkleinert, und die lassen sich in einer VM an einem Nachmittag gegeneinander testen.
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Linux Distribution im Überblick: Debian, Ubuntu, Fedora & Co. vergleichen

Grundlagen: was eine Linux-Distribution ausmacht
  • Was eine Distribution ist: Kernel, GNU-Werkzeuge, Init-System, Paketverwaltung und Voreinstellungen
  • Geschichte der Distributionen: Slackware und Debian 1993, Red Hat, SUSE und ihre Nachfahren
  • Stammbäume lesen: Ubuntu und Mint auf Debian-Basis, Fedora, CentOS Stream und RHEL als Kette
  • Der Linux-Kernel: Mainline-, Stable- und Longterm-Kernel und warum Distributionen eigene pflegen
  • Neue Hardware: aktuelle Kernel bei Fedora und Arch, HWE-Kernel bei Ubuntu LTS, Backports bei Debian
  • Systemverwaltung: systemd als gemeinsamer Standard, OpenRC bei Alpine, eigene Werkzeuge der Distribution
  • Sicherheitsrahmen ab Werk: AppArmor bei Debian und Ubuntu, SELinux bei Fedora und openSUSE Leap
  • Softwareverwaltung im Vergleich: apt und .deb, dnf und .rpm, zypper, pacman, apk
  • Distributionsübergreifende Formate: Flatpak mit Flathub, Snap und AppImage
  • Desktop-Umgebungen: GNOME, KDE Plasma, Cinnamon, Xfce und welche Distribution was mitbringt
  • Wayland als Standard, bei Fedora und Ubuntu ohne X11-Sitzung: was das für ältere X11-Anwendungen und Fernwartung bedeutet
  • Release-Modelle: feste Versionen, Langzeitsupport (LTS), Point-Releases und Rolling Release
  • Supportzeiträume vergleichen: Debian LTS, Ubuntu LTS mit Ubuntu Pro, Fedora-Zyklus, openSUSE Leap
Eine Linux-Distribution auswählen
  • Gemeinsamkeiten: Dateisystemhierarchie, Shell, systemd und Standardwerkzeuge auf fast allen Systemen
  • Unterschiede, die im Alltag auffallen: Paketquellen, Konfigurationspfade, Voreinstellungen, Updates
  • Bedarf erheben: Arbeitsplatz, Server, Container-Basis, Embedded-Gerät oder Lehrumgebung
  • Kriterien gewichten: Supportzeitraum, Hardware, Fachsoftware, Zertifizierungen, Know-how im Team
  • Kommerzieller Support und Herstellerzertifizierung: Canonical, Red Hat und SUSE im Vergleich
  • Entscheidungsmatrix mit Ausschlusskriterien und Gewichtung aufstellen und dokumentieren
  • Distro-Hopping mit Plan: Live-Systeme, Test-VMs, Multiboot-Stick und getrenntes /home
  • Unveränderliche (atomare) Varianten als Ausblick: Fedora Silverblue, openSUSE Aeon (Release Candidate), Ubuntu Core
Debian
  • Debian im Überblick: Gemeinschaftsprojekt, Gesellschaftsvertrag, Zweige stable, testing und unstable
  • Aktuelle stabile Version Debian 13 „Trixie“ und verlängerte Pflege älterer Versionen über Debian LTS
  • Debian installieren: Netinstall-Abbild, Firmware-Pakete, Desktopauswahl im Installer
  • Einstieg in Debian: apt, Paketquellen, Sicherheitsupdates und Backports aktivieren
Linux Mint
  • Linux Mint im Überblick: Ubuntu-LTS-Basis, Editionen Cinnamon, MATE und Xfce, LMDE auf Debian-Basis
  • Linux Mint installieren: Live-System testen, Installation und Treiberverwaltung für Grafik und WLAN
  • Einstieg in Mint: Aktualisierungsverwaltung, Timeshift-Snapshots und Anwendungsverwaltung
  • Mint für Windows-Umsteiger:innen: Startmenü, Leiste und Bedienlogik im Vergleich
Ubuntu
  • Ubuntu im Überblick: Canonical, LTS-Versionen alle zwei Jahre im April, Zwischenversionen mit 9 Monaten
  • Ubuntu Desktop, Server und Core sowie offizielle Varianten wie Kubuntu und Xubuntu
  • Ubuntu installieren: Desktop-Installer, Server-Installer Subiquity und Autoinstall (Überblick)
  • Einstieg in Ubuntu: App Center und Snap, apt, Ubuntu Pro für erweiterte Sicherheitsupdates
Fedora
  • Fedora im Überblick: Community-Projekt mit Red Hat, Release etwa alle sechs Monate, rund 13 Monate Pflege
  • Editionen und Varianten: Workstation, Server, KDE Plasma Desktop und Atomic Desktops
  • Fedora als Vorlauf: wie Neuerungen über CentOS Stream in Red Hat Enterprise Linux ankommen
  • Fedora installieren mit dem Installer Anaconda: Partitionierung mit Btrfs als Standard
  • Einstieg in Fedora: dnf, RPM Fusion, Flathub und SELinux im Enforcing-Modus
openSUSE
  • openSUSE im Überblick: Leap als stabile Version auf SUSE-Basis, Tumbleweed als getestetes Rolling Release
  • Neuerungen in Leap 16: Installer Agama, Cockpit zur Verwaltung, SELinux statt AppArmor
  • openSUSE installieren: Btrfs mit Snapper-Snapshots als Voreinstellung
  • Einstieg in openSUSE: zypper, zypper dup bei Tumbleweed und Snapshot im Bootmenü zurückrollen
Arch Linux
  • Arch Linux im Überblick: Rolling Release, Prinzip der Einfachheit, Arch Wiki und AUR
  • Arch-Ableger einordnen: EndeavourOS, Manjaro, CachyOS und SteamOS
  • Arch Linux installieren: manuell nach dem Installation Guide oder geführt mit archinstall
  • Einstieg in Arch: pacman -Syu als vollständiges Update, Arch-News lesen, AUR-Pakete vorher prüfen
Alpine Linux
  • Alpine Linux im Überblick: musl libc, BusyBox und OpenRC – klein und sicherheitsorientiert
  • Alpine als Basis für Container-Images und was musl für vorkompilierte Programme bedeutet
  • Alpine installieren mit setup-alpine: Betriebsarten diskless, data und sys
  • Einstieg in Alpine: apk add, Dienste mit rc-service und rc-update verwalten
  • Release-Zyklus von Alpine: zwei Versionen pro Jahr, Supportdauer der Zweige main und community
Praxisprojekt: Distributionsentscheidung für die Rechner eines Tonstudios
  • Anforderungen aufnehmen: Schnittplätze mit Audio-Hardware, Archivserver, Container für die Website
  • Je Einsatzzweck zwei Kandidaten in VMs testen: Treiber, Fachsoftware, Updateverhalten
  • Gewichtete Entscheidungsmatrix mit Supportzeitraum, Pflegeaufwand und Know-how im Team
  • Empfehlung mit Begründung, Updatefenster und Migrationspfad für die nächsten fünf Jahre
Lernziele
  • Sie erklären, aus welchen Bausteinen eine Linux-Distribution besteht und worin sich Distributionen unterscheiden
  • Sie vergleichen Release-Modelle und Supportzeiträume und ordnen sie Einsatzzwecken zu
  • Sie installieren und aktualisieren Debian, Mint, Ubuntu, Fedora, openSUSE, Arch und Alpine in Test-VMs
  • Sie unterscheiden die Paketmanager apt, dnf, zypper, pacman und apk in der Bedienung
  • Sie legen für Arbeitsplatz, Server oder Container-Image anhand einer Kriterienliste fest, welche Distribution passt
Zielgruppe
  • Entscheider:innen in IT-Abteilungen, die eine Linux-Distribution für Server oder Arbeitsplätze festlegen
  • Umsteiger:innen von Windows oder macOS, die vor der Wahl ihrer ersten Distribution stehen
  • Administrator:innen und Entwickler:innen, die Distributionen für Container oder Testumgebungen vergleichen

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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