Schulung · Workshop · Coaching · Beratung

Linux Installation und Konfiguration – Schulung für Admins

Linux Installation und Konfiguration: von der VM bis zum laufenden System

Dauer: ab 1 Tag (8 UE) | Preis: ab 900 EUR (netto) | Live online oder vor Ort | Termin nach Vereinbarung

Sie installieren Linux distributionsübergreifend in einer virtuellen Maschine oder auf echter Hardware, richten Pakete, Dienste, Netzwerk und Speicher ein und halten das System mit Updates und Snapshots wartbar.

Gesamtpreis für bis zu 3 Teilnehmende · Unverbindliche Anfrage · Keine Vorkasse

Vom ISO-Abbild zum Linux-System, das Sie guten Gewissens übergeben

Linux läuft auf Webservern, in Cloud-Instanzen, Containern, Routern und zunehmend auf Arbeitsplätzen von Entwickler:innen und Verwaltungen. Das Seminar führt Administrator:innen und Umsteiger:innen von der Auswahl einer Distribution über die Installation bis zu einem sauber konfigurierten System – und zwar distributionsübergreifend: Wir arbeiten mit Beispielen aus Debian und Ubuntu, aus der Familie um Fedora und Red Hat Enterprise Linux sowie aus openSUSE und zeigen, wo sich Installer, Paketverwaltung und Standardwerkzeuge unterscheiden und wo dank systemd und NetworkManager inzwischen vieles gleich funktioniert.

Den Anfang machen Herkunft und Lizenzmodell von Linux, die Frage nach Community- und Enterprise-Distributionen mit langen Supportzeiträumen und eine Übungsumgebung in VirtualBox oder KVM. Sie legen eine virtuelle Maschine mit UEFI an, prüfen die Prüfsumme des ISO-Abbilds, planen Partitionen und installieren mit dem jeweiligen Installer. Snapshots sichern jeden Zwischenstand, sodass Sie Konfigurationsfehler gefahrlos ausprobieren und zurückdrehen können. Nach dem ersten Start folgt die Grundeinrichtung: Systemsoftware aktualisieren, Gasterweiterungen einrichten, Hostname, Zeitzone und Tastatur setzen, Software aus den Distributionsquellen, aus Drittanbieter-Repositories und als Flatpak installieren.

Der zweite Teil gilt der Verwaltung: Dienste mit systemctl starten und dauerhaft aktivieren, Protokolle mit journalctl lesen, Netzwerkverbindungen mit nmcli festlegen, Datenträger partitionieren, Dateisysteme wie ext4, XFS oder Btrfs anlegen und per UUID in der /etc/fstab einhängen. Auch der GNOME-Desktop kommt nicht zu kurz – Bedienung, Einstellungen und Erweiterungen, damit Umsteiger:innen von Windows oder macOS schnell produktiv arbeiten.

Kommandozeile, Bash-Skripte, Benutzer- und Gruppenverwaltung, Härtung sowie einzelne Distributionen haben eigene, vertiefende Seminare; hier reißen wir diese Themen so weit an, wie Sie sie für eine funktionierende Installation brauchen. Ob Sie Linux zunächst nur in der VM auf dem eigenen Notebook kennenlernen oder einen Server für den Einsatz im Rechenzentrum aufsetzen wollen, klären wir in der ersten Stunde – im Coaching installieren wir auf Wunsch direkt die Distribution, die bei Ihnen eingesetzt wird.

Ein Snapshot kostet zehn Sekunden, eine vermurkste fstab ohne Snapshot einen Vormittag. Deshalb lasse ich in Schulungen jede Änderung an Bootloader, Partitionen oder Netzwerk zuerst in der VM machen – mit Sicherungspunkt davor. Erst wenn jemand das System absichtlich unbootbar gemacht und aus dem Rettungsmodus wieder hochgeholt hat, verliert Linux seinen Schrecken. Die Distribution ist dabei fast Nebensache: Wer verstanden hat, wie systemd Dienste startet und woher ein Paket kommt, findet sich auf Debian, Fedora und openSUSE gleichermaßen zurecht.

Was Sie danach können

  • Sie wählen eine Distribution nach Supportzeitraum, Release-Modell und Einsatzzweck begründet aus
  • Sie installieren Linux in einer VM oder auf Hardware mit geplanter Partitionierung und Verschlüsselung
  • Sie halten ein System mit apt, dnf oder zypper aktuell und binden fremde Paketquellen sicher ein
  • Sie verwalten Dienste mit systemctl und finden Fehlerursachen mit journalctl
  • Sie konfigurieren Netzwerkverbindungen mit nmcli und hängen Dateisysteme dauerhaft ein
  • Sie richten den GNOME-Desktop mit Einstellungen und Erweiterungen für den Arbeitsalltag ein

Zielgruppe und Voraussetzungen

  • Administrator:innen, die Linux-Server oder -Arbeitsplätze aufsetzen und betreuen
  • Umsteiger:innen von Windows oder macOS, die Linux strukturiert kennenlernen wollen
  • IT-Mitarbeitende, die Test- und Entwicklungsumgebungen in virtuellen Maschinen bereitstellen
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Linux Installation und Konfiguration: von der VM bis zum laufenden System

Linux einordnen: Kernel, Distributionen, Lizenzen
  • Was Linux ist: Kernel, GNU-Werkzeuge, Init-System und Desktop als Bausteine einer Distribution
  • Wo Linux heute läuft: Server, Cloud-Instanzen, Container, Embedded-Geräte und Arbeitsplätze
  • Von Linus Torvalds 1991 bis heute: Entwicklung des Kernels und Rolle der Community
  • Freie und quelloffene Software: GPL, permissive Lizenzen und was sie für Unternehmen bedeuten
  • Distributionsfamilien im Überblick: Debian/Ubuntu, Fedora/RHEL-Familie, openSUSE/SUSE
  • Auswahlkriterien: Supportzeitraum, Release-Modell (stabil, LTS, Rolling), Hardware, Einsatzzweck
  • Enterprise Linux heute: RHEL, Rocky Linux, AlmaLinux, CentOS Stream, SUSE Linux Enterprise, Ubuntu LTS
  • Ende von CentOS Linux und was das für Bestandssysteme bedeutet – Vertiefung im Umstiegsseminar
Übungsumgebung: Virtualisierung vorbereiten
  • Virtualisierung verstehen: Hypervisor Typ 1 und Typ 2, Hardwareunterstützung VT-x/AMD-V
  • Optionen für die Übungsumgebung: VirtualBox, KVM mit virt-manager, GNOME Boxes, Hyper-V
  • VirtualBox unter Windows installieren und Konflikte mit aktiviertem Hyper-V erkennen
  • VirtualBox unter Linux aus Paketquellen oder vom Hersteller installieren, Kernelmodule prüfen
  • VirtualBox Manager bedienen: Maschinengruppen, Einstellungen, Medienverwaltung
  • Virtuelle Maschinen per Kommandozeile mit VBoxManage bzw. virsh steuern
Linux installieren
  • Virtuelle Maschine anlegen: UEFI-Firmware, CPU, Arbeitsspeicher, dynamische virtuelle Festplatte
  • VM optimieren: VirtIO-Treiber, Grafikspeicher, Netzwerkmodus NAT, Bridge oder Host-only
  • Vor der Installation: Hardware prüfen, Daten sichern, UEFI und Secure Boot, Dual Boot abwägen
  • ISO-Abbild herunterladen und mit Prüfsumme sowie Signatur verifizieren
  • Installation vom ISO-Abbild in der VM oder vom bootfähigen USB-Stick auf echter Hardware
  • Installer im Vergleich: Debian-Installer, Ubuntu-Installer, Anaconda bei Fedora/RHEL, openSUSE
  • Partitionierung planen: EFI-Systempartition, Root, /home, Swap oder Swap-Datei, LVM
  • Datenträger bei der Installation verschlüsseln (LUKS) und Wiederherstellungsschlüssel ablegen
  • Snapshots der VM anlegen, zurückspielen und VMs klonen oder als OVA exportieren
  • System rekonfigurieren: Release-Upgrade mit do-release-upgrade, dnf system-upgrade bzw. Leapp bei RHEL
  • Migrieren statt neu installieren: Daten und Konfiguration auf eine neue Version übertragen
  • Cloud-Images und cloud-init als Alternative zur interaktiven Installation (Überblick)
Erste Konfiguration nach der Installation
  • Systemsoftware aktualisieren mit apt, dnf und zypper – Paketquellen und Neustartbedarf
  • Automatische Sicherheitsupdates: unattended-upgrades und dnf-automatic einrichten
  • Gasterweiterungen installieren: VirtualBox Guest Additions, qemu-guest-agent, gemeinsame Ordner
  • Hostname, Zeitzone, Zeitsynchronisation und Tastatur mit hostnamectl, timedatectl, localectl
  • Sprache, Region, Energie und Bildschirm in den grafischen Systemeinstellungen
  • Administrativen Zugang mit sudo einrichten – Benutzerverwaltung im Detail im eigenen Seminar
  • Fernzugriff per SSH aktivieren und Firewall-Grundregeln mit firewalld oder ufw setzen (Überblick)
Software installieren und verwalten
  • Gängige Software aus den Distributionsquellen: GNOME Software, Discover und Paketmanager
  • Pakete suchen, installieren, entfernen und Abhängigkeiten verstehen: .deb und .rpm
  • Drittanbieter-Repositories einbinden: EPEL, RPM Fusion, Ubuntu-PPAs, Herstellerquellen
  • Signaturschlüssel von Repositories sicher einbinden und Risiken fremder Quellen abwägen
  • Software jenseits von RPM und DEB: Flatpak mit Flathub, Snap und AppImage im Vergleich
  • Tarballs und Herstellerinstaller: Ablage unter /opt, Starter-Datei, Updates selbst verantworten
  • Versionen festhalten und Updates zurückrollen: Paket-Holds, dnf history, Btrfs-Snapshots
Systemstart, Dienste und Protokolle mit systemd
  • Bootvorgang: UEFI, Bootloader GRUB, Kernel, initramfs und systemd als erster Prozess
  • Dienste mit systemctl starten, stoppen, aktivieren und den Status auswerten
  • Targets, Abhängigkeiten und eigene Unit-Dateien bzw. Drop-ins unter /etc/systemd/system
  • Wiederkehrende Aufgaben mit systemd-Timern statt cron
  • Protokolle mit journalctl filtern: nach Dienst, Bootvorgang, Zeitraum und Priorität
  • Rettungsmodus und Kernelparameter im Bootmenü: ein nicht startendes System reparieren
Netzwerk und Speicher konfigurieren
  • Netzwerkschnittstellen und Adressen anzeigen mit ip, Namensauflösung mit resolvectl
  • Verbindungen mit NetworkManager und nmcli festlegen: DHCP, statische Adresse, DNS
  • Netplan auf Ubuntu Server und Unterschiede zu NetworkManager-basierten Distributionen
  • Datenträger erkennen und partitionieren mit lsblk, fdisk bzw. parted
  • Dateisysteme ext4, XFS und Btrfs anlegen und nach Einsatzzweck auswählen
  • Dauerhaft einhängen über UUID in der /etc/fstab und mit findmnt --verify prüfen
  • LVM: Volume Groups und logische Volumes anlegen und im laufenden Betrieb vergrößern
Den GNOME-Desktop einrichten
  • GNOME-Desktop erforschen: Aktivitäten-Übersicht, Arbeitsflächen, Dash, Suche und Dateien
  • Wayland-Sitzung, Bildschirmskalierung und Mehrschirmbetrieb einrichten
  • Anpassen des GNOME-Desktops: Einstellungen, Optimierungen (Tweaks), Schriften, Designs
  • GNOME-Erweiterungen mit dem Erweiterungs-Manager installieren und bei Updates im Blick behalten
  • Tastenkürzel, Standardanwendungen und Autostart nach eigenen Arbeitsabläufen festlegen
  • Alternativen kennen: KDE Plasma, Xfce und Cinnamon als zusätzliche Desktops installieren
Praxisprojekt: Linux-Arbeitsplätze für die Messwarte eines Klärwerks
  • Distribution mit langem Support auswählen und die Entscheidung für den Betreiber begründen
  • Referenzinstallation in der VM: verschlüsselter Datenträger, LVM, Snapshot nach jedem Schritt
  • Feste Netzwerkadresse, Zeitsynchronisation, automatische Sicherheitsupdates und Fernzugriff per SSH
  • Visualisierungssoftware des Herstellers als Flatpak bzw. aus dessen Repository bereitstellen
  • Systemd-Timer für die nächtliche Sicherung der Protokolle und Übergabedokumentation

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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Wir passen den Inhalt spezifisch an die Bedürfnisse jedes Teilnehmers an. Irrelevante Themen werden ausgespart, um den größtmöglichen Nutzen zu garantieren.

2. Qualitäts-Garantie

Durch regelmäßiges Feedback optimieren wir unsere Schulungen kontinuierlich und garantieren Ihnen ein Lernerlebnis der Extraklasse.

3. Zufriedenheits-Garantie

Unsere Zufriedenheitsgarantie spricht für sich – bei Unzufriedenheit entstehen Ihnen keine Kosten.

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Herr Hecker ist sehr gut auf individuelle Wünsche, Fragen und Anregungen eingegangen. Eine sehr informative, interessante und gelungene Veranstaltung.
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Herr Hecker hat das Thema sehr anschaulich dargestellt und ist auf alle Fragen eingegangen. Ich fühle mich jetzt gut vorbereitet, um durchzustarten.
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Die gelassene, professionelle Art hat mir gut gefallen. Kompetent, engagiert, professionell. Gute Beispiele, sympathisches Auftreten. Eigene Themenideen wurden aufgegriffen.
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1. Bedarf klären: Im kostenlosen Vorgespräch besprechen wir Ziele, Vorkenntnisse und Praxisaufgaben.

2. Angebot abstimmen: Inhalte, Format (live online oder vor Ort), Dauer und Preis legen wir gemeinsam fest.

3. Schulung durchführen: Sie arbeiten an Übungen aus Ihrem Alltag oder an einem neutralen Beispiel und nehmen konkrete nächste Schritte mit.

Häufige Fragen zur Schulung

Gilt der Ab-Preis pro Person oder für die Veranstaltung?

Die 900 EUR netto sind der niedrigste Gesamtpreis für eine firmeninterne Veranstaltung mit bis zu drei Teilnehmenden. Größere Gruppen und einen anderen Umfang bieten wir individuell an. Der verbindliche Preis steht in Ihrem Angebot.

Können wir eigene Aufgaben einbringen?

Ja. Welche Aufgaben sich eignen, welche Zugänge nötig sind und wie wir die Vertraulichkeit sichern, klären wir im Vorgespräch. Alternativ arbeiten wir an einem neutralen Beispiel.

Ist die Anfrage schon eine Buchung?

Nein. Sie erhalten zuerst ein abgestimmtes Angebot und entscheiden dann über die Beauftragung. Eine Vorkasse gibt es nicht.

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