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Apache Kafka Schulung: Topics, Partitionen, KRaft, Java

Apache Kafka – Grundlagen: Topics, Partitionen, KRaft und Java-Clients

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie betreiben einen Kafka-Cluster im KRaft-Modus, arbeiten sicher mit Topics, Partitionen und Consumer Groups auf der Kommandozeile und schreiben verlässliche Producer und Consumer in Java.

Warum Kafka mehr ist als eine schnelle Warteschlange

Apache Kafka speichert Ereignisse als dauerhaftes, geordnetes Protokoll, das beliebig viele Anwendungen unabhängig voneinander lesen können – heute, morgen oder noch einmal von vorn. Darauf beruht seine Stärke in Datenpipelines, bei Microservices und in der Echtzeitauswertung: Ein Producer schreibt eine Bestellung einmal, und Abrechnung, Lager und Analyse lesen sie jeweils in ihrem eigenen Tempo. Dieses Grundlagenseminar erklärt die Konzepte dahinter – Nachrichten, Topics, Partitionen, Broker und der KRaft-Modus, mit dem Kafka seine Metadaten ohne ZooKeeper verwaltet – und führt von der Kommandozeile bis zu eigenen Java-Clients.

Nach einer Einordnung gegenüber klassischen Message Queues installieren Sie einen Cluster lokal per Docker und richten ihn im KRaft-Modus ein. Mit den Client-Skripten legen Sie Topics an, veröffentlichen und lesen Nachrichten, ändern Konfigurationen und sehen sich an, wie Kafka Daten in Segmenten auf der Platte ablegt. Der Kern des Seminars sind Partitionen und Consumer Groups: wie der Schlüssel einer Nachricht ihre Partition bestimmt, warum die Reihenfolge nur innerhalb einer Partition gilt, wie sich Consumer die Arbeit teilen und wie Offsets festgeschrieben, angezeigt und zurückgesetzt werden. Im Java-Teil schreiben Sie Producer und Consumer mit der offiziellen Client-Bibliothek und stellen die Einstellungen ein, die über Datenverlust oder doppelte Verarbeitung entscheiden: acks, Idempotenz, Wiederholungen und das Festschreiben von Offsets.

Bei Kafka-Clients sind es oft wenige Konfigurationswerte, die über Zuverlässigkeit entscheiden – genau dort braucht Code von einem Agenten eine harte Abnahme. In IntelliJ IDEA übernimmt Junie, der Coding-Agent von JetBrains, die Rolle des Agenten: Er schreibt Producer, Consumer und Tests, die gegen einen echten Broker in Testcontainers laufen, und erst wenn ein Test einen Consumer-Absturz mitten in einem Batch übersteht, gilt eine Änderung als fertig. Befehle, die Topics löschen oder Offsets zurücksetzen, führt der Agent nicht selbst aus.

Bestandsnutzer:innen holen wir dort ab, wo ihr Cluster heute steht: Wer noch mit ZooKeeper arbeitet, erfährt, was sich mit KRaft ändert und wie die Migration abläuft. Kafka Streams, Kafka Connect und Schema Registry ordnen wir im Überblick ein; geplante Batch-Pipelines mit Spark und Airflow sind Thema von „Data Engineering für Einsteiger“. Java-Grundkenntnisse genügen; die Übungen lassen sich auf Wunsch an Topics und Nachrichtenformaten aus Ihren eigenen Systemen ausrichten.

Kaum eine Kafka-Frage höre ich so oft wie diese: Wie viele Partitionen soll das Topic bekommen? Die ehrliche Antwort lautet, dass die Zahl weniger wichtig ist als der Schlüssel. Wer den Nachrichtenschlüssel falsch wählt, verliert die Reihenfolge, die er für gegeben hielt, oder schiebt die halbe Last auf eine einzige Partition, weil ein Großkunde den Großteil aller Ereignisse erzeugt. Ich lasse Teams deshalb zuerst aufschreiben, welche Ereignisse in welcher Reihenfolge ankommen müssen. Erst daraus ergeben sich Schlüssel, Partitionszahl und die Frage, wie viele Consumer überhaupt parallel arbeiten können.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Apache Kafka – Grundlagen: Topics, Partitionen, KRaft und Java-Clients

Einführung in Kafka
  • Erste Schritte mit Apache Kafka: Ereignisse, Protokoll und Abonnenten
  • Was ist Kafka? Verteiltes, dauerhaftes Ereignisprotokoll statt flüchtiger Nachricht
  • Kafka und klassische Nachrichten-Warteschlangen: Queue, Publish-Subscribe, Wiederlesen
  • Vorteile von Kafka: Durchsatz, horizontale Skalierung, Aufbewahrung, Entkopplung
  • Anwendungsfälle: Datenpipelines, Ereignisse zwischen Microservices, Log- und Metrikdaten, CDC
  • Wann Kafka nicht passt: wenige Nachrichten, Request-Response, Aufgaben mit Einzelbestätigung
  • Kafka-Ökosystem im Überblick: Kafka Connect, Kafka Streams, Schema Registry
Installation und Einrichtung
  • Installation von Kafka: Binärpaket mit Java-Laufzeit oder offizielles Docker-Image
  • Einzelknoten im KRaft-Modus: Cluster-ID erzeugen, Speicher mit kafka-storage.sh formatieren
  • Konfiguration von Kafka: server.properties, Rollen broker und controller, Listener
  • Mehrknoten-Cluster mit Docker Compose für Ausfall- und Replikationsübungen
  • Verwaltete Angebote einordnen: Confluent Cloud, Amazon MSK, Azure Event Hubs mit Kafka-Protokoll
Grundlegende Kafka-Konzepte
  • Nachrichten: Schlüssel, Wert, Header, Zeitstempel und Serialisierung
  • Topics als benannte Ereignisströme, Namenskonventionen
  • Kafka-Broker: Speicherung, Partitionsführer, Replikate und In-Sync-Replicas
  • Protokolle in Kafka: Segmente, Offsets, Aufbewahrung nach Zeit und Größe
  • Log Compaction: nur den letzten Wert je Schlüssel behalten
  • Erzeuger und Verbraucher: Push zum Broker, Pull durch den Consumer
  • KRaft: Controller-Quorum verwaltet Metadaten statt ZooKeeper
  • Die Rolle von ZooKeeper in älteren Clustern und die Migration nach KRaft
Verwendung der Kafka-Kommandozeile
  • Kafka-Client-Skripte im Überblick: kafka-topics, kafka-console-producer, kafka-console-consumer
  • Verbindung über --bootstrap-server und Client-Konfiguration per --command-config
  • Erstellen eines Topics mit Partitionszahl und Replikationsfaktor
  • Erforschen von Topics: --list, --describe, Führer und ISR je Partition
  • Veröffentlichen von Nachrichten in Topics über den Konsolen-Producer, auch mit Schlüssel
  • Verwenden des Konsolen-Consumers: --from-beginning, Schlüssel und Zeitstempel ausgeben
  • Verwaltung von Topics: Konfiguration mit kafka-configs ändern, Partitionen erhöhen, löschen
  • Übung: Segmentdateien und Aufbewahrung mit kafka-dump-log nachvollziehen
Kafka-Partitionen und Consumer Groups
  • Einführung in Partitionen: Parallelität, Reihenfolge nur innerhalb einer Partition
  • Erstellen von Topics mit Partitionen: Partitionszahl wählen, Folgen späterer Erhöhung
  • Publizieren mit Schlüsseln: Standard-Partitionierer, heiße Partitionen vermeiden
  • Verbraucher-Gruppen: Zuordnung der Partitionen, Rebalancing, mehr Consumer als Partitionen
  • Neues Consumer-Group-Protokoll mit serverseitiger Zuordnung
  • Verwaltung von Consumer Offsets: __consumer_offsets, Lag mit kafka-consumer-groups anzeigen
  • Offsets zurücksetzen: --reset-offsets auf frühesten Stand, Zeitpunkt oder Verschiebung
  • Partitionierte Daten konsumieren: mehrere Consumer, eine Gruppe, Verteilung beobachten
  • Zustellgarantien: höchstens einmal, mindestens einmal, genau einmal
Kafka-Java-Programmierung
  • Kafka-Client-Bibliotheken: offizieller Java-Client, librdkafka-basierte Clients für andere Sprachen
  • Projekt mit Maven oder Gradle und der Abhängigkeit kafka-clients anlegen
  • Erstellen eines Producers in Java: KafkaProducer, Serializer, bootstrap.servers
  • Veröffentlichen von Nachrichten in Java: ProducerRecord, Callback, synchron und asynchron
  • Verlässlich senden: acks=all, idempotenter Producer, retries und delivery.timeout.ms
  • Durchsatz einstellen: linger.ms, batch.size, Kompression
  • Erstellen eines Konsumenten in Java: KafkaConsumer, group.id, Deserializer, subscribe
  • Nachrichten in Java konsumieren: Poll-Schleife, commitSync und commitAsync
  • Fehlerhafte Nachrichten abfangen: Deserialisierungsfehler, Dead-Letter-Topic
  • Einrichten von Topics aus Java mit dem Admin-Client
  • Transaktionen im Überblick: transactional.id und isolation.level=read_committed
  • Erzeugen und Konsumieren von Daten mit Skripten: Testdaten in Topics schreiben und prüfen
  • Erzeugen und Konsumieren von Daten mit Java: Producer und Consumer im Zusammenspiel
  • Integrationstests mit Testcontainers gegen einen echten Broker
Betrieb und Sicherheit im Überblick
  • Kennzahlen überwachen: Consumer-Lag, unterreplizierte Partitionen, JMX-Metriken
  • Verschlüsselung mit TLS, Authentifizierung per SASL, Zugriffsrechte mit ACLs
  • Nachrichtenformate mit Avro, Protobuf oder JSON Schema und Schema-Kompatibilität
  • Kafka Connect für Datenbanken und Dateien, Kafka Streams für Verarbeitung – Ausblick
Clients für Apache Kafka mit Coding-Agenten entwickeln
  • Agent schreibt Kafka-Producer und -Consumer samt Testcontainers-Test, der einen echten Broker startet
  • Abnahmetest bricht den Consumer mitten im Batch ab und prüft, dass keine Nachricht verloren geht
  • Vom Agenten gesetzte Client-Werte wie acks, enable.auto.commit und Timeouts einzeln begründen lassen
  • Schlüsselwahl und Partitionszahl erst als Tabelle mit erwarteter Last je Schlüssel vorschlagen lassen
  • Kafka-Topics löschen und --reset-offsets --execute bleiben dem Menschen vorbehalten
Praxisprojekt: Gepäckverfolgung eines Regionalflughafens als Ereignisstrom
  • Topics für Scans an Check-in, Sortieranlage und Verladung mit der Gepäckanhänger-Nummer als Schlüssel anlegen
  • Java-Producer simuliert die Scanner eines Abflugtags; Konsolen-Consumer zur Kontrolle
  • Consumer Group ermittelt je Flug fehlende Gepäckstücke vor dem Abflug, Lag und Rebalancing beobachten
  • Unlesbare Scans in ein Dead-Letter-Topic leiten, Offsets nach der Korrektur neu einlesen
Lernziele
  • Sie erklären Nachrichten, Topics, Partitionen, Broker, Replikation und den KRaft-Modus
  • Sie richten einen Kafka-Cluster im KRaft-Modus lokal ein und konfigurieren Broker und Controller
  • Sie legen Topics auf der Kommandozeile an, veröffentlichen und lesen Nachrichten und ändern Konfigurationen
  • Sie wählen Nachrichtenschlüssel und Partitionszahl begründet und verwalten Consumer Groups und Offsets
  • Sie schreiben Producer und Consumer in Java mit passenden Einstellungen für Zustellgarantien
  • Sie testen Kafka-Clients mit Testcontainers gegen einen echten Broker
Zielgruppe
  • Java-Entwickler:innen, die Anwendungen über Kafka-Ereignisse verbinden
  • Daten- und Plattform-Teams, die Kafka-Cluster aufbauen oder betreuen
  • Architekt:innen, die Kafka für Datenpipelines und Microservices bewerten

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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