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Businessplan Erstellung: Workshop von der Idee zum Bankgespräch

Businessplan-Erstellung: von der Geschäftsidee bis zum Bankgespräch

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie schreiben Schritt für Schritt einen Businessplan, der Problem, Markt, Angebot, Vertrieb und Betrieb schlüssig beschreibt und mit Umsatz-, Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung vor Bank, Förderstelle und Investor:innen besteht.

Trägt Ihre Geschäftsidee – und können Sie das mit Zahlen zeigen?

Ein Businessplan beschreibt, welches Problem Ihr Unternehmen löst, für wen, womit Sie Geld verdienen und was Sie brauchen, bis sich das Geschäft selbst trägt. Er ist Planungsinstrument für Gründer:innen und Intrapreneure, die ein neues Geschäftsfeld im bestehenden Unternehmen aufbauen, und zugleich Grundlage für das Gespräch mit Hausbank, Förderinstitut oder Geldgeber:innen. Das Seminar führt Sie in klar umrissenen Schritten durch alle Teile – vom Problem bis zur Finanzplanung – und an einem durchgehenden Beispielunternehmen sehen Sie, wie aus Notizen ein prüffähiges Dokument wird.

Zuerst definieren Sie Ihr Geschäft: Problem, Zielmarkt, Lösung, Erlösmodell und den Grund, warum gerade Sie gewinnen können. Dann folgen Markt und Wettbewerb mit Marktgröße, Kundensegmenten, Konkurrenz und Substituten, danach Wertversprechen, Abgrenzung, Schutzrechte, Entwicklung und Lieferung Ihres Angebots. Vertrieb und Preisgestaltung, Personalbedarf, Produktion und Lieferanten, Rechtsform, Gründungsteam und Beirat bilden den betrieblichen Teil. Den größten Raum nimmt die Finanzplanung ein: Annahmen, Umsatz- und Rentabilitätsvorschau, Kapitalbedarf, Liquiditätsplan über mindestens zwölf Monate, Finanzierungsmix und eine Szenariorechnung für den Fall, dass Umsätze später kommen als geplant.

Wir sprechen auch über Förderprogramme und Gründungszuschüsse, über die Unterlagen für das Bankgespräch und die Fragen, die dort üblicherweise gestellt werden. KI-Assistenten können bei Gliederung und Formulierung helfen; Marktzahlen und Annahmen müssen Sie trotzdem selbst belegen, und wir zeigen, woran man ungeprüfte Zahlen erkennt. Einen ausführlichen Marketingplan erarbeiten Sie im Seminar „Online-Marketingplan“, die strategische Einordnung digitaler Geschäftsmodelle in „Digitale Strategie“.

Bringen Sie Ihre eigene Idee oder Ihr geplantes Geschäftsfeld mit: Sie bearbeiten jeden Abschnitt direkt an Ihrem Vorhaben und gehen mit einem Entwurf, einer Finanzplanung als Tabelle und einer Liste offener Annahmen nach Hause. Im Coaching lesen wir Ihren Plan gegen, rechnen die Zahlen nach und proben das Gespräch mit der Bank.

Ein Businessplan, der im ersten Jahr einen Gewinn ausweist, kann trotzdem im vierten Monat zahlungsunfähig sein. Gewinn entsteht mit der Rechnung, Liquidität erst mit dem Zahlungseingang – und dazwischen liegen Zahlungsziele, Wareneinkauf, Kautionen und die Umsatzsteuer-Vorauszahlung. Diesen Unterschied bilden viele Pläne nicht ab, weil die Rentabilitätsvorschau sorgfältig gerechnet und der Liquiditätsplan aus ihr abgeschrieben wird. Die wichtigste Zahl im ganzen Plan ist der tiefste Kontostand der ersten zwei Jahre: Aus ihm ergibt sich, wie viel Kapital Sie wirklich brauchen, und an ihm erkennt jede Bank, ob Sie Ihr Geschäft verstanden haben.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Businessplan-Erstellung: von der Geschäftsidee bis zum Bankgespräch

Definieren Sie Ihr Geschäft
  • Was ein Businessplan ist: Aufbau, Umfang und Zusammenfassung auf zwei Seiten
  • Wofür Sie ihn brauchen: eigene Planung, Bank, Förderstelle, Investor:innen, interne Freigabe
  • Businessplan, Lean Canvas und Business Model Canvas: wann welches Format genügt
  • Das Problem beschreiben, das Sie lösen: wer es hat, wie oft, was es heute kostet
  • Den Markt bestimmen: Gesamtmarkt, erreichbarer Markt und realistischer Anteil
  • Produkt oder Dienstleistung als Lösung definieren: Leistungsumfang und Grenzen
  • Erlösmodell festlegen: Verkauf, Abonnement, Stundensatz, Provision, Lizenz
  • Warum Sie gewinnen können: Erfahrung, Zugang zu Kund:innen, Kostenvorteil, Spezialisierung
Verstehen Sie Ihren Markt
  • Kund:innen und Trends verstehen: Segmente, Kaufanlässe, Entscheider:innen
  • Marktdaten beschaffen: Statistische Ämter, Kammern, Branchenverbände, eigene Befragung
  • Annahmen früh testen: Kundengespräche, Vorbestellungen, Testangebot, Warteliste
  • Wettbewerbsanalyse: Angebote, Preise, Stärken und Schwächen im Vergleichsraster
  • Die Bedrohung durch Substitute einschätzen: was Kund:innen stattdessen tun oder kaufen
  • Go-to-Market-Strategie: erste Zielgruppe, Kanäle, Einführungsangebot, Meilensteine
Definieren Sie Ihr Produkt
  • Wertversprechen in einem Satz: Zielgruppe, Problem, Nutzen, Unterschied
  • Differenzierungsmerkmale festlegen, die Kund:innen bemerken und bezahlen
  • Den Markt schützen: Marke, Patent, Gebrauchsmuster, Design, Know-how und Verträge
  • Markenname vor der Anmeldung prüfen: Register, Domain, Verwechslungsgefahr
  • Produkt entwickeln: Mindestumfang zum Start, Prototyp, Entwicklungskosten und Zeitplan
  • Das Produkt liefern: Logistik, Dienstleistungserbringung, Qualität und Gewährleistung
Verkaufen Sie Ihr Produkt
  • Markenbildung und Marketing im Businessplan: Positionierung, Kanäle, Budget – Kurzfassung
  • Preisgestaltung: Kostenbasis, Zahlungsbereitschaft, Wettbewerbspreise und Preisstufen
  • Deckungsbeitrag je Produkt und Break-even-Menge berechnen
  • Vertriebsweg festlegen: direkter Verkauf, Onlineshop, Handel, Partner, Ausschreibungen
  • Vertriebsprozess und Kosten der Kundengewinnung realistisch planen
  • Kundenservice und Support: Erreichbarkeit, Reklamation, Wartung, Folgegeschäft
Betrieb Ihres Unternehmens
  • Personalbedarf bestimmen: Aufgaben, Stunden, Qualifikationen, Zeitpunkt der Einstellung
  • Personalkosten vollständig ansetzen: Gehalt, Arbeitgeberanteile, Minijobs, Freelancer
  • Produktion steuern: Kapazität, Ausstattung, Räume, Eigenfertigung oder Fremdbezug
  • Lieferanten auswählen und steuern: Konditionen, Abhängigkeiten, Ausweichoptionen
  • Standort, Genehmigungen und Versicherungen im Überblick
Ihr Geschäft verwalten
  • Die Organisation führen: Gründungsteam, Rollen, Entscheidungsregeln, Gesellschaftervereinbarung
  • Rechtsform wählen: Einzelunternehmen, GbR, UG (haftungsbeschränkt), GmbH im Vergleich
  • Berater:innen gewinnen: Steuerberatung, Rechtsberatung, Mentoring, Beirat
  • Die Leitung vergüten: Unternehmerlohn, Geschäftsführergehalt, Beteiligungen
  • Verwaltung organisieren: Buchhaltung, E-Rechnung, Steuertermine, Ablage und Verträge
Projektion Ihrer Finanzen
  • Finanzielle Annahmen dokumentieren: Mengen, Preise, Kosten, Zahlungsziele mit Quelle
  • Umsatzplanung von unten: Kund:innen, Aufträge oder Stückzahlen je Monat
  • Rentabilitätsvorschau über drei Jahre: Umsatz, Material, Personal, Fixkosten, Abschreibungen
  • Liquiditätsplan Monat für Monat: Zahlungseingänge, Ausgaben, Umsatzsteuer, tiefster Kontostand
  • Kapitalbedarf ermitteln: Investitionen, Gründungskosten, Anlaufverluste, Reserve
  • Finanzierungsmix: Eigenkapital, Bankkredit, Förderdarlehen, Zuschüsse, Beteiligungskapital
  • Finanzielle Risiken: Szenarien mit späterem Umsatz, höheren Kosten, Ausfall eines Großkunden
  • Ausstieg aus Ihrem Unternehmen: Verkauf, Nachfolge, Beteiligung, geordnete Aufgabe
Förderung und Bankgespräch
  • Förderlandschaft im Überblick: Förderbanken des Bundes und der Länder, Gründungszuschuss, Beratungsförderung
  • Antragsreihenfolge beachten: Förderung meist vor Vertragsabschluss und Investition beantragen
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit: wer sie ausstellt, was geprüft wird
  • Unterlagen für das Bankgespräch: Plan, Zahlen, Lebenslauf, Sicherheiten, Selbstauskunft
  • Typische Fragen von Kreditgeber:innen vorbereiten und die eigene Kalkulation verteidigen
Fazit: Den Plan prüfen und starten
  • Fallstricke im Businessplan: zu optimistische Umsätze, fehlende Reserve, vergessene Steuern
  • Rote Linien für Leser:innen: Widersprüche zwischen Text und Zahlen, fehlende Quellen
  • KI-Assistenten für Gliederung und Formulierung nutzen, Marktzahlen und Annahmen selbst belegen
  • Der Start des Unternehmens: Anmeldungen, Konto, Steuernummer, erste 100 Tage
  • Den Plan als Steuerungsinstrument fortschreiben: Plan-Ist-Vergleich jeden Monat
Praxisprojekt: Businessplan für eine Lohnmosterei mit Saftabfüllung und Hofverkauf
  • Ausgangslage: Streuobstwiesen der Region, Kund:innen bringen Obst und holen ihren eigenen Saft ab
  • Markt, Wettbewerb und Preismodell je Liter für Lohnpressung und eigene Saftmarke
  • Saisonaler Liquiditätsplan: Presse und Abfüllanlage im Frühjahr, Umsätze erst im Herbst
  • Finanzierungsvorschlag mit Förderdarlehen und Unterlagen für das Gespräch mit der Hausbank
Lernziele
  • Sie beschreiben Problem, Zielmarkt, Lösung und Erlösmodell Ihres Vorhabens schlüssig auf wenigen Seiten
  • Sie analysieren Wettbewerb und Substitute und leiten Wertversprechen, Preis und Go-to-Market-Strategie ab
  • Sie erstellen Umsatzplanung, Rentabilitätsvorschau, Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplan mit dokumentierten Annahmen
  • Sie rechnen Szenarien für Umsatzverzögerungen und Kostensteigerungen und bestimmen daraus eine Reserve
  • Sie bereiten Förderantrag und Bankgespräch mit vollständigen Unterlagen vor
Zielgruppe
  • Gründer:innen und Selbstständige, die ein Unternehmen gründen oder erweitern
  • Intrapreneure und Bereichsleitungen, die ein neues Geschäftsfeld zur Freigabe vorlegen
  • Gründungsberater:innen und Mitarbeitende von Kammern, die Businesspläne begleiten und bewerten

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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