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Digitale Geschäftsmodelle mit No-Code: Werkzeugwahl Workshop

Digitale Geschäftsmodelle mit No-Code-Lösungen – Werkzeugwahl in der Praxis

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Sie wählen für Ihre Geschäftsidee die passenden No-Code-Werkzeuge – für Website, App, Shop, Mitgliederbereich und Automatisierung – und wissen vorher, was sie kosten, wovon Sie abhängig werden und was der Datenschutz verlangt.

Welche No-Code-Werkzeuge tragen Ihr digitales Geschäftsmodell – auch noch in drei Jahren?

No-Code-Plattformen machen digitale Geschäftsmodelle ohne Programmierung möglich: eine Website mit Buchung, eine Web-App mit eigener Datenbank, ein Shop für digitale Produkte, ein Mitgliederbereich mit Monatsabo, dazu Automatisierungen, die Bestellungen, Rechnungen und Newsletter verbinden. Das Angebot ist allerdings unübersichtlich, ändert sich schnell und hat Preismodelle, die erst beim Wachstum teuer werden. Dieses Seminar ist eine Werkzeuglandkarte für Gründer:innen, Selbstständige und Innovationsteams: Sie lernen die wichtigsten Kategorien und Plattformen kennen und treffen eine begründete Auswahl statt einer Wahl nach der schönsten Demo.

Wir gehen die Landkarte Bereich für Bereich durch. Bei Websites reicht die Spanne von Portfolio-Baukästen wie Berta und Pixpa über Wix und Squarespace bis zu WordPress und Webflow; bei Apps von Bubble für Webanwendungen über Glide, Adalo und Thunkable für mobile Apps bis zu Backends wie Xano. Für den Verkauf vergleichen wir Shopify, Kajabi, Gumroad, Stripe und PayPal, für Mitgliederbereiche MemberSpace und Memberstack, für Marktplätze Sharetribe. Zapier, Make (früher Integromat) und n8n verbinden die Bausteine, Airtable, Google Sheets, Figma und Retool ergänzen Daten, Entwurf und interne Werkzeuge. Webflow behandeln wir hier nur im Vergleich; die Arbeit im Designer, mit CMS und Shop vertieft das Seminar „Digitale Geschäftsmodelle mit Webflow“.

Ein eigener Block gilt den Fragen, die in Werbeseiten fehlen: Was kostet der Werkzeugstapel nach drei Jahren mit 500 Kund:innen? Lassen sich Daten und Inhalte exportieren, wenn ein Anbieter die Preise erhöht oder den Dienst einstellt – was mehreren Werkzeugen der Liste von 2021 inzwischen passiert ist? Wer ist Auftragsverarbeiter, wo liegen die Server, welche Dienste brauchen eine Cookie-Einwilligung, und was verlangen Widerrufsrecht, Kündigungsbutton und Barrierefreiheitsstärkungsgesetz von einem Online-Angebot?

Viele Plattformen haben inzwischen KI-Funktionen eingebaut: Website-Baukästen erzeugen einen ersten Entwurf aus einer Beschreibung, Bubble legt aus einem Text einen App-Rohbau mit Datenbank an, und Zapier, Make und n8n bieten KI-Schritte für das Sortieren eingehender Anfragen. Wir prüfen, wie belastbar diese Entwürfe sind und welche Kundendaten dabei an Sprachmodelle gehen.

Am Ende steht eine Bewertungsmatrix für Ihr eigenes Vorhaben. Bringen Sie Ihre Geschäftsidee mit – im Coaching vergleichen wir zwei bis drei Werkzeugstapel direkt an Ihren Anforderungen und spielen Kosten und Ausstieg durch.

Fünf Werkzeuge, fünf Abos, vier Verbindungen dazwischen – so sehen viele No-Code-Geschäftsmodelle nach einem Jahr aus, und keines der Werkzeuge war eine schlechte Wahl. Teuer wird erst die Summe: Jede Preisstufe hängt an einer anderen Größe, jede Verbindung kann still ausfallen, und wenn ein Anbieter aufgibt, hängt plötzlich der Checkout in der Luft. Ich frage deshalb vor jeder Auswahl: Welches Werkzeug ist die Quelle der Wahrheit für Kund:innen und Bestellungen, und wie kommen die Daten dort wieder heraus? Wer das in der ersten Woche klärt, kann jeden anderen Baustein später austauschen.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Digitale Geschäftsmodelle mit No-Code-Lösungen – Werkzeugwahl in der Praxis

Das No-Code-Universum einordnen
  • Was No-Code heißt: Datenmodell, Oberfläche und Logik visuell konfigurieren statt programmieren
  • No-Code, Low-Code und KI-App-Generatoren: wo die Grenzen zwischen den Ansätzen verlaufen
  • Werden No-Code-Werkzeuge die Programmierung verdrängen? Wo Entwickler:innen weiter gebraucht werden
  • Wofür No-Code reicht: Prototyp, erstes marktfähiges Produkt, internes Werkzeug, Nischengeschäft
  • Evaluierungskriterien: Funktionsumfang, Datenexport, Schnittstellen, Preismodell, Anbieterstabilität
  • Gewichtete Bewertungsmatrix statt Bauchgefühl und Hochglanz-Demo
  • Teststellung: dieselbe Kernfunktion in zwei Werkzeugen nachbauen und vergleichen
Websites ohne Code: Baukästen im Vergleich
  • Portfolios für Kreative: Berta und Pixpa mit Galerien, Kundenfreigabe (Proofing) und Shop
  • Reisefotos und Bildstrecken als eigene Website: der Ansatz von Photler und heutige Alternativen
  • Allround-Baukästen Wix und Squarespace: Vorlagen, Drag-and-drop-Editor, Shop und Terminbuchung
  • Strikingly und Weebly für einfache Einseiter und kleine Shops, Weebly heute im Umfeld von Square
  • Dorik und Tilda: blockbasierte Seiten aus Vorlagen, bei Tilda freie Gestaltung im Zero Block
  • Readymag für Web-Publikationen, Präsentationen und Lookbooks mit freier Typografie
  • Webflow für individuelles Design mit CMS – Vertiefung im Seminar „Digitale Geschäftsmodelle mit Webflow“
  • WordPress: wordpress.com als Dienst oder selbst gehostetes WordPress mit Themes und Plugins
  • Nischenanbieter von 2021 – Unstack und Webyo offline, Universe schließt zum 31.12.2026: Status vor der Wahl prüfen
  • White-Label-Websites für Kund:innen bauen: Agenturfunktionen und Kundenzugänge der Baukästen
  • Social-Media-Inhalte auf der Website: der frühere Ansatz von Ekko, heute über Einbettungen oder Automatisierungen
  • Mehrsprachigkeit mit Weglot: maschinelle Übersetzung, Nachbearbeitung, Sprachversionen in Unterverzeichnissen
  • Eigene Domain, SSL-Zertifikat und E-Mail-Postfach: was der Baukasten liefert und was extra kostet
  • SEO-Grundausstattung vergleichen: Metadaten, Weiterleitungen, Sitemap, Ladezeit
  • Umzug zwischen Baukästen: was sich exportieren lässt und was neu gebaut werden muss
  • Barrierefreiheit: Vorlagen auf Kontraste, Überschriften und Tastaturbedienung prüfen (BFSG)
Web-Apps und mobile Apps ohne Code
  • Bubble: Datenbank, Workflows und responsive Oberfläche für vollwertige Webanwendungen
  • Bubble im Betrieb: Datenschutzregeln je Datentyp, Workload-Kontingente, kein Quellcode-Export
  • Adalo und Thunkable: mobile Apps aus Bausteinen, Veröffentlichung im App Store und bei Google Play
  • Glide: Apps auf Google Sheets, Excel oder eigenen Glide-Tabellen für Teams und Kund:innen
  • Bravo Studio: native App aus einem Figma-Entwurf, Daten über eine angebundene API
  • Fliplet und Betty Blocks: Unternehmens-Apps mit Rollen, Single Sign-on und Governance
  • Backendless und Xano: Datenbank, Geschäftslogik und API ohne eigenen Server
  • Kundenportale und interne Tools auf vorhandenen Daten: Stacker, heute KI-Plattform stacker.ai, oder Softr
  • App-Baukästen von 2021 – AppMachine aktiv, Dropsource offline, Gappsy nur noch Verzeichnis, Shoutem: Status prüfen
  • Sprach- und Chatassistenten mit Voiceflow; Google Conversational Actions sind eingestellt
  • Web-App, Progressive Web App oder native App: Aufwand für App-Store-Konten und Prüfprozesse
  • Datenmodell und Zugriffsrechte vor dem ersten Bildschirm klären: wer sieht welche Datensätze
E-Commerce, Zahlungen und Mitgliederbereiche
  • Shopify: Shop mit Themes, Apps, Zahlungsarten, Versand und Steuern einrichten
  • Gumroad und Buy Me a Coffee: digitale Produkte, Unterstützungen und Mitgliedschaften für Kreative
  • Kajabi: Onlinekurse, Coaching-Programme, Community und E-Mail-Marketing auf einer Plattform
  • Mitgliederbereiche nachrüsten: MemberSpace und Memberstack auf einer bestehenden Website
  • Sharetribe: Marktplatz mit Anbieter:innen, Buchungen, Bewertungen und Provisionen
  • Stripe ohne Programmierung: Payment Links, Checkout, Abonnements und Kundenportal
  • PayPal: Bezahlknöpfe, Zahlungslinks und Käuferschutz aus Sicht der Händler:innen
  • Gebühren vergleichen: Transaktionsgebühr, Plattformanteil, Währungsumrechnung, Auszahlung
  • Merchant of Record oder eigene Händlerrolle: wer die Umsatzsteuer auf digitale Produkte in der EU abführt
  • Pflichten im Onlinehandel: Impressum, Widerrufsbelehrung, Bestellbutton und Kündigungsbutton für Abos
Automatisierung mit Zapier, Make und n8n
  • Zapier: Zaps aus Auslöser und Aktionen, Filter, Pfade und Formatter
  • Make (früher Integromat): Szenarien mit Routern, Iteratoren und Fehlerbehandlung
  • n8n: Workflows in der Cloud oder auf dem eigenen Server, Lizenzbedingungen für den Selbstbetrieb
  • Teamabläufe abbilden, wie Macro sie versprach: Übergaben, Erinnerungen, Freigaben im Team
  • Kostenlogik vergleichen: Tasks bei Zapier, Credits bei Make, Workflow-Ausführungen bei n8n
  • Webhooks als Verbindung zu Werkzeugen ohne fertige Integration
  • Fehlerbenachrichtigungen und Wiederholungen, damit keine Bestellung still verloren geht
  • Datenfluss dokumentieren: welche Automatisierung welche Kundendaten wohin überträgt
Daten, Entwurf und interne Werkzeuge
  • Airtable als Datenbasis für Apps, Portale und Automatisierungen – Vertiefung im Seminar „Airtable“
  • Google Sheets als Startdatenbank: wann sie reicht und ab wann sie bremst
  • Figma: Entwürfe, klickbare Prototypen und Feedback einholen, bevor gebaut wird
  • Retool: interne Werkzeuge auf Datenbanken und APIs, mit Low-Code-Anteil für Abfragen
  • Führendes System festlegen: wo Kund:innen, Bestellungen und Inhalte maßgeblich gepflegt werden
Kosten, Abhängigkeiten und Datenschutz
  • Gesamtkosten über drei Jahre: Tarife, Nutzerzahl, Transaktionen, Zusatz-Apps
  • Preisstufen und Grenzen: welche Kennzahl beim Wachstum die nächste Stufe auslöst
  • Abhängigkeit einschätzen: Datenexport, API-Zugang, Quellcode-Export, Hoheit über die Domain
  • Ausstiegsplan: regelmäßige Exporte und dokumentierte Konfiguration jedes Bausteins
  • DSGVO: Auftragsverarbeitungsvertrag, Serverstandort, Übermittlung in Drittländer
  • Cookie-Einwilligung nach TDDDG: welche eingebundenen Dienste sie auslösen
  • Werkzeugstapel klein halten: jede zusätzliche Verbindung ist eine weitere Fehlerquelle
KI-Funktionen der No-Code-Plattformen
  • KI-Entwürfe in Website-Baukästen: Seitenstruktur, Texte und Bilder aus einer Beschreibung, danach Feinarbeit
  • Bubble: App-Rohbau mit Datentypen und Workflows aus einem Text erzeugen und Rechte nachziehen
  • KI-Schritte in Zapier, Make und n8n: Anfragen einordnen, Texte zusammenfassen, Angaben aus E-Mails ziehen
  • KI-App-Generatoren erzeugen Code statt Konfiguration – Folgen für Wartung, Hosting und Ausstieg
  • Datenschutz: welche Kundendaten an Sprachmodelle gehen und wie Sie Ergebnisse stichprobenartig prüfen
Praxisprojekt: Kursverkauf und Mitgliederbereich für eine Yogalehrerin
  • Anforderungen aufnehmen: Kursbuchung, Videoarchiv für Mitglieder, Monatsabo, Newsletter
  • Zwei Werkzeugstapel bauen: Kajabi als Komplettlösung gegen Baukasten mit Memberstack und Stripe
  • Dreijahreskosten bei 50, 200 und 500 Mitgliedern in der Bewertungsmatrix gegenüberstellen
  • Automatisierung: neues Abo in die Mitgliederliste, Willkommensmail, Zugang bei Kündigung entziehen
  • Datenschutz-Check und Ausstiegsplan für den gewählten Stapel schreiben
Lernziele
  • Sie ordnen No-Code-Werkzeuge den Bausteinen eines digitalen Geschäftsmodells zu: Website, App, Shop, Mitgliederbereich, Automatisierung
  • Sie bewerten Plattformen mit einer gewichteten Matrix nach Funktionen, Export, Schnittstellen, Kosten und Anbieterstabilität
  • Sie berechnen die Gesamtkosten eines Werkzeugstapels über drei Jahre und erkennen, welche Kennzahl Preisstufen auslöst
  • Sie verbinden Werkzeuge mit Zapier, Make oder n8n und sichern Abläufe gegen stille Fehler ab
  • Sie prüfen Auftragsverarbeitung, Serverstandort, Cookie-Einwilligung und Pflichtangaben im Onlinehandel
  • Sie planen den Ausstieg aus einer Plattform, bevor Sie sich für sie entscheiden
Zielgruppe
  • Gründer:innen, die ein digitales Geschäftsmodell ohne eigenes Entwicklungsteam starten
  • Selbstständige und Kreative, die Kurse, digitale Produkte oder Mitgliedschaften online verkaufen
  • Innovationsteams, die Ideen schnell als Prototyp oder erstes Produkt testen wollen

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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