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Spring Boot Schulung: produktionsreife Java-Anwendungen

Spring Boot: produktionsreife Java-Anwendungen von der REST-API bis zum Image

Dauer: ab 1 Tag | Preis: ab 900 EUR (Netto) | Termin: Ganztägig + halbtägig

Mit Spring Boot entwickeln Sie REST-APIs, Weboberflächen und Messaging-Dienste, binden Datenbanken sauber an, sichern sie mit Spring Security ab und betreiben sie messbar im Container.

Wie viel Konfiguration nimmt Ihnen Spring Boot ab – und wann sollten Sie genauer hinsehen?

Spring Boot macht aus dem umfangreichen Spring-Ökosystem ein startklares Projekt: Starter bündeln passende Abhängigkeiten, die Auto-Konfiguration richtet Datenquelle, Webserver und JSON-Verarbeitung ein, und ein ausführbares JAR genügt für den Betrieb. Damit ist ein erster REST-Endpunkt in Minuten erreicht. Spannend wird es danach, wenn eine Bean nicht dort landet, wo Sie sie erwarten, eine Abfrage hundertfach ausgeführt wird oder ein Actuator-Endpunkt ungeschützt im Netz steht. Wer weiß, welche Bedingungen hinter der Auto-Konfiguration stecken, nutzt die Abkürzungen von Spring Boot, ohne die Kontrolle abzugeben.

Wir begleiten eine Anwendung vom Spring Initializr bis ins Container-Image. Nach Dependency Injection, typsicherer Konfiguration und Profilen bauen Sie Kommandozeilenwerkzeuge mit CommandLineRunner und arbeiten mit Spring Data JPA gegen H2 und PostgreSQL, inklusive Flyway-Migrationen und Transaktionen. Im Webteil entstehen Thymeleaf-Seiten, REST-Controller mit Validierung und ProblemDetail-Fehlern sowie Aufrufe anderer Dienste über RestClient und HTTP-Interfaces; OpenFeign ordnen wir als Bestandslösung ein. Es folgen Spring Security mit Formular-Login und JWT, Messaging mit RabbitMQ und Kafka, Actuator mit Micrometer-Metriken und Tracing, Images per Buildpacks und zum Schluss ein eigener Starter mit Auto-Konfiguration.

Lässt man einen Coding-Agenten im Spring-Projekt mitarbeiten, hilft eine Eigenschaft des Frameworks besonders: Die laufende Anwendung gibt über /actuator/conditions und /actuator/beans Auskunft, welche Konfiguration tatsächlich greift. Diese Ausgaben geben wir Copilot im Agentenmodus von IntelliJ IDEA mit, bevor er Konfiguration oder Abhängigkeiten anfasst. Test-Slices wie @WebMvcTest liefern nach jeder Änderung in Sekunden eine Rückmeldung, und Änderungen an der Security-Konfiguration gehen grundsätzlich durch ein menschliches Review.

Gearbeitet wird mit dem aktuellen Spring Boot 4 auf Java 21 oder 25. Teams, die noch Spring Boot 2 oder 3 betreiben, bekommen für jeden Block einen Hinweis, was sich beim Upgrade ändert – vom Namensraum jakarta.* bis zu entfernten Test-Annotationen. Java-Kenntnisse und erste Erfahrungen mit Maven oder Gradle sollten vorhanden sein; ob Weboberfläche, Messaging oder Betrieb mehr Gewicht bekommt, entscheiden wir anhand Ihrer Projekte.

Spring Boot wird gern als Magie beschrieben, und genau das ist das Problem: Wer nicht weiß, warum eine Bean existiert, kann sie auch nicht gezielt ersetzen. In Code-Reviews finde ich immer wieder Projekte mit drei konkurrierenden ObjectMapper-Konfigurationen oder einem ddl-auto=update in Produktion. Die Auto-Konfiguration ist kein Ersatz für Verständnis, sondern ein Angebot mit vernünftigen Standardwerten, das Sie jederzeit ausschlagen dürfen. Wer den Bedingungsbericht lesen kann, debuggt in Minuten, wofür andere einen Tag brauchen.
Themen und Inhalte für Ihre Beratung, Coaching, Workshop, Training, Schulung und Weiterbildung:

Spring Boot: produktionsreife Java-Anwendungen von der REST-API bis zum Image

Spring Boot verstehen und Projekte aufsetzen
  • Warum Spring Boot: Starter, Auto-Konfiguration und eingebetteter Server über dem Spring Framework
  • Versionen einordnen: Spring Boot 4 auf Spring Framework 7, Java 17 als Mindestversion
  • Projekt erzeugen mit dem Spring Initializr auf start.spring.io oder direkt in IntelliJ IDEA
  • Maven oder Gradle mit Wrapper, Spring-Boot-BOM und Starter ohne eigene Versionsnummern
  • Projektstruktur: Hauptklasse mit @SpringBootApplication, Pakete nach Fachlichkeit statt nach Schicht
  • Spring Boot DevTools für automatischen Neustart während der Entwicklung
Dependency Injection, Konfiguration und Profile
  • Dependency Injection per Konstruktor, Stereotypen @Service und @Component
  • Eigene Beans mit @Bean in @Configuration-Klassen und Lebenszyklus des Kontexts
  • Auto-Konfiguration nachvollziehen: @ConditionalOnClass, @ConditionalOnMissingBean, Bericht per --debug
  • Einstellungen in application.yaml oder .properties und die Rangfolge der Konfigurationsquellen
  • Typsichere Einstellungen mit @ConfigurationProperties als Record, Validierung beim Start
  • Spring Profiles für Laufzeitumgebungen: spring.profiles.active, Profilgruppen, profilspezifische Dateien
  • Geheimnisse aus Umgebungsvariablen statt aus eingecheckten Property-Dateien
Spring Boot CLI und Kommandozeilenanwendungen
  • Spring Boot CLI heute: Projekte mit spring init anlegen; spring run für Groovy entfiel mit Boot 3
  • CommandLineRunner und ApplicationRunner: Code beim Start ausführen, Argumente auswerten
  • Werkzeug ohne Webserver: spring.main.web-application-type=none und Exit-Codes
  • Interaktive Kommandozeilenwerkzeuge mit Spring Shell
  • Ausführbares JAR für CLI-Werkzeuge bereitstellen und Startzeit mit Native Image verkürzen
Arbeiten mit Datenbanken und Spring Data
  • Repository-Pattern: Fachlogik von der Persistenz trennen, Schnittstellen statt DAO-Klassen
  • Spring Data JPA: Entities, JpaRepository und Hibernate als Implementierung
  • Abgeleitete Abfragemethoden, @Query mit JPQL und Projektionen auf Records
  • Eingebettete Datenbanken H2 und HSQLDB für Prototypen, H2-Konsole und Grenzen
  • PostgreSQL oder MySQL anbinden: Datasource-Einstellungen und Verbindungspool HikariCP
  • Lokale Datenbank automatisch starten mit der Docker-Compose-Unterstützung von Spring Boot
  • Schemamigrationen mit Flyway oder Liquibase statt ddl-auto=update
  • CRUD-Operationen mit Spring Data Repositories, Paging und Sortierung über Pageable
  • Transaktionen mit @Transactional, Lazy Loading und N+1-Abfragen mit Fetch-Joins beheben
  • Ohne ORM: JdbcClient und Spring Data JDBC für einfache Datenmodelle
Webentwicklung mit Spring MVC und REST
  • Eingebetteter Webserver: Tomcat oder Jetty, Port, Kompression, HTTP/2 und Graceful Shutdown
  • Virtual Threads mit spring.threads.virtual.enabled für blockierende Anfragen
  • Spring MVC: DispatcherServlet, Controller, Request-Mapping und Argumentauflösung
  • Dynamische Webanwendungen mit Thymeleaf: Vorlagen, Fragmente, Formularbindung
  • RESTful Webservices mit @RestController, Statuscodes und ResponseEntity
  • Eingaben mit Bean Validation und @Valid prüfen, Fehler nach RFC 9457 als ProblemDetail
  • Service-Schicht und API-Architektur: DTOs statt Entities nach außen geben
  • API-Dokumentation mit springdoc-openapi und Swagger UI
  • Repositories direkt als REST-Ressourcen mit Spring Data REST – und wo eigene Controller besser sind
  • Andere Dienste aufrufen mit RestClient und deklarativen HTTP-Interfaces (@HttpExchange)
  • OpenFeign in Bestandsprojekten und Umstieg auf HTTP-Interfaces
  • Timeouts und Wiederholungen bei Dienstaufrufen zwischen Microservices
Sicherheit mit Spring Security
  • Spring Security: Filterkette und Konfiguration als SecurityFilterChain-Bean
  • Formular-Login mit UserDetailsService und Passwort-Hashing über PasswordEncoder
  • REST-APIs als OAuth2 Resource Server mit JWT absichern
  • Autorisierung über URL-Regeln und Methodensicherheit mit @PreAuthorize
  • CORS und CSRF für Browser-Oberflächen und reine API-Clients passend einstellen
  • Sicherheitsregeln testen mit MockMvc und @WithMockUser
Messaging mit Spring Boot
  • Messaging-Grundlagen: Queues, Topics und asynchrone Entkopplung von Diensten
  • RabbitMQ mit Spring AMQP: RabbitTemplate als Producer, @RabbitListener als Consumer
  • Apache Kafka mit KafkaTemplate, @KafkaListener und Consumer Groups
  • Fehler in Consumern: Wiederholungen, Dead-Letter-Topics und idempotente Verarbeitung
  • Ereignisse innerhalb der Anwendung mit ApplicationEventPublisher und Spring Modulith
Überwachung, Performance und Deployment
  • Spring Actuator: Health-, Info- und Metrics-Endpunkte gezielt und abgesichert freigeben
  • Liveness- und Readiness-Probes für den Betrieb in Kubernetes
  • Metriken mit Micrometer, Export nach Prometheus und eigene Fachmetriken
  • Verteiltes Tracing mit Micrometer Tracing und OpenTelemetry
  • Performance messen und optimieren: Startzeit, Speicher, Pool-Größen und langsame Abfragen
  • Build- und Deployment-Prozesse: ausführbares JAR, Build-Info und CI-Pipeline mit Tests
  • Schnellerer Start mit AOT-Verarbeitung, CDS und GraalVM Native Image
  • Containerisierung mit Docker: Images per Buildpacks über spring-boot:build-image
  • Eigenes Dockerfile mit geschichtetem JAR für kleine, gut cachebare Images
Spring-Boot-Anwendungen testen
  • @SpringBootTest gegenüber Test-Slices wie @WebMvcTest und @DataJpaTest
  • Integrationstests mit Testcontainers und @ServiceConnection
  • Abhängigkeiten im Test ersetzen mit @MockitoBean statt des entfernten @MockBean
Eigene Spring Boot Starter
  • Eigene Starter für wiederverwendbare Komponenten: Aufbau aus Autoconfigure- und Starter-Modul
  • Auto-Konfiguration mit @AutoConfiguration und Registrierung in AutoConfiguration.imports
  • Überschreibbare Standard-Beans mit @ConditionalOnMissingBean und Konfigurationsmetadaten für die IDE
  • Starter mit ApplicationContextRunner testen
Spring Boot mit Coding-Agenten
  • Ausgaben von /actuator/conditions und /actuator/beans als Kontext, bevor der Agent Konfiguration ändert
  • Nach jeder Agentenänderung schnelle Test-Slices, der volle Testcontainers-Lauf erst vor dem Merge
  • Upgrade auf Spring Boot 4: OpenRewrite-Rezept zuerst, der Agent bearbeitet nur die verbleibenden Fehler
  • Neue Abhängigkeiten nur als Starter ohne Versionsangabe, damit die Spring-Boot-BOM maßgeblich bleibt
  • SecurityFilterChain, permitAll() und Actuator-Freigaben aus Agentenvorschlägen nur mit Review übernehmen
Praxisprojekt: Geräteverleih für eine IT-Abteilung
  • REST-API für Geräte, Reservierungen und Rückgaben mit Spring Data JPA, Flyway und PostgreSQL
  • Anmeldung per JWT, Rollen für Ausgabeteam und Mitarbeitende, Methodensicherheit auf Reservierungen
  • Überfällige Rückgaben als Kafka-Ereignis an einen Benachrichtigungsdienst, Abruf der Kontaktdaten per RestClient
  • Health-Checks, Metrik „offene Ausleihen“, Image per Buildpacks und Testcontainers-Tests als Abnahme
Lernziele
  • Sie erklären, wie Starter und Auto-Konfiguration zusammenwirken, und lesen den Bedingungsbericht einer Anwendung.
  • Sie greifen mit Spring Data JPA und JDBC auf eingebettete und externe relationale Datenbanken zu und versionieren das Schema mit Flyway.
  • Sie entwickeln Weboberflächen mit Thymeleaf und REST-APIs mit Validierung, einheitlichen Fehlerantworten und OpenAPI-Dokumentation.
  • Sie sichern Anwendungen mit Spring Security per Formular-Login und JWT ab und überwachen sie mit Actuator, Micrometer und Tracing.
  • Sie bauen Container-Images per Buildpacks oder Dockerfile und bereiten Anwendungen für den Betrieb in Kubernetes vor.
Zielgruppe
  • Softwareentwickler:innen, die moderne Java-Anwendungen mit Spring Boot erstellen möchten
  • Backend-Entwickler:innen, die produktionsreife APIs und Messaging-Dienste entwerfen
  • IT-Architekt:innen und technische Projektleiter:innen, die Best Practices für den Einsatz von Spring Boot kennenlernen wollen

*) Die Inhalte werden individuell abgestimmt und mit Praxisbeispielen abgerundet.

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