19.06.2020
Von Peter Hecker, Inhaber von HECKER CONSULTINGWas ist digitales Marketing? Definition, Unterschied zum klassischen Marketing, wichtige Kanäle, Kennzahlen und eine Strategie in sieben Schritten.

Ein Handwerksbetrieb sucht einen neuen Steuerberater. Was passiert? Kaum jemand greift noch zum Branchenbuch. Die Inhaberin tippt „Steuerberater Handwerk Bielefeld“ in die Suchmaschine, liest zwei Bewertungen, klickt auf die Website mit der verständlichsten Leistungsseite und schickt eine Anfrage über das Kontaktformular. Jeder dieser Schritte ist ein Berührungspunkt, den eine Kanzlei gestalten kann – und genau darum geht es im digitalen Marketing.
Kurz gesagt: Digitales Marketing umfasst alle Marketingmaßnahmen, die über digitale Kanäle laufen – Suchmaschinen, Websites, soziale Netzwerke, E-Mail, Apps und Online-Werbung. Ziel ist, die passenden Menschen zur richtigen Zeit mit einer passenden Botschaft zu erreichen, sie zu Interessenten und Kunden zu machen und den Erfolg jeder Maßnahme zu messen. Das Messen ist der eigentliche Unterschied zum klassischen Marketing: Wo eine Zeitungsanzeige im Dunkeln bleibt, zeigt eine Online-Kampagne, wie viele Menschen sie gesehen, angeklickt und daraufhin angefragt haben.
Im Folgenden geht es um die Definition, die wichtigsten Kanäle, sinnvolle Ziele und Kennzahlen, eine Strategie in sieben Schritten, die Berufsbilder im digitalen Marketing und die Frage, was künstliche Intelligenz an alledem ändert.
Digitales Marketing ist der Oberbegriff für Marketing mit digitalen Mitteln. Dazu gehören die eigene Website und ihr Blog ebenso wie Anzeigen in der Google-Suche, Beiträge auf LinkedIn oder Instagram, Newsletter, Erklärvideos auf YouTube, Bewertungsportale und automatisierte E-Mail-Strecken. Vom Logo auf dem Social-Media-Profil bis zur Online-Broschüre zum Herunterladen fällt ein ganzes Spektrum an Werkzeugen unter den Begriff.
Häufig werden „digitales Marketing“ und „Online-Marketing“ gleichbedeutend verwendet. Streng genommen ist digitales Marketing etwas weiter gefasst: Es schließt auch digitale Kanäle ein, die nicht zwingend über den Browser laufen, etwa Apps, digitale Plakatwände (Digital Out of Home) oder Bildschirme am Verkaufsort. Für die Praxis eines mittelständischen Unternehmens ist der Unterschied gering; entscheidend ist, dass alle Maßnahmen auf gemeinsame Ziele einzahlen.
Gute digitale Marketer haben deshalb ein klares Bild davon, wie jede einzelne Kampagne die übergeordneten Ziele unterstützt. Angenommen, ein Softwarehaus hat einen Leitfaden zur E-Rechnung veröffentlicht. Die Content-Verantwortliche schreibt dazu eine Reihe von Blogbeiträgen, die auf den Leitfaden verweisen. Das Social-Media-Team bewirbt diese Beiträge auf LinkedIn, teils organisch, teils mit bezahlten Anzeigen. Wer den Leitfaden herunterlädt, erhält anschließend eine kurze E-Mail-Serie mit weiterführenden Informationen. Vier Kanäle, ein Ziel: qualifizierte Anfragen für den Vertrieb.
Klassisches Marketing – Zeitungsanzeige, Plakat, Radiospot, Messestand, Postwurfsendung – funktioniert überwiegend nach dem Gießkannenprinzip. Die Botschaft erreicht viele Menschen, ob sie gerade Bedarf haben oder nicht, und wie viele davon tatsächlich reagiert haben, lässt sich nur schätzen. Digitales Marketing unterscheidet sich in vier Punkten:
Das heißt nicht, dass klassisches Marketing ausgedient hat. Für viele Mittelständler bleibt die Fachmesse der wichtigste Termin des Jahres. Wirksam wird sie aber erst im Zusammenspiel: Einladungen per E-Mail und LinkedIn vorher, eine Landingpage für Messebesucher, eine Nachfass-Serie danach.
Im digitalen Marketing begegnet Ihnen oft das Begriffspaar Inbound und Outbound. Outbound-Maßnahmen tragen eine Botschaft aktiv zu möglichst vielen Menschen – etwa Bannerwerbung oben auf Nachrichtenseiten, ob sie gerade willkommen ist oder nicht. Inbound-Marketing setzt dagegen auf Inhalte, die Menschen von sich aus suchen: ein Ratgeber, ein Vergleich, eine Checkliste. Die Kunden kommen auf das Unternehmen zu, statt umgekehrt. Typische Gegenüberstellungen sind Bloggen statt Pop-up-Werbung, Erklärvideo statt Werbespot und ein selbst aufgebauter Verteiler statt gekaufter Adressen.
Digitales Marketing ist der Oberbegriff für beides. Inbound ist eine Methode, die digitale Werkzeuge nutzt, um Kunden über hilfreiche Inhalte zu gewinnen, zu binden und zufriedenzustellen – über alle Phasen der Customer Journey, also der Reise vom ersten Kontakt bis zum Kauf und darüber hinaus. In der Praxis kombinieren die meisten Unternehmen beide Ansätze.
Welche Kanäle zum digitalen Marketing gehören, lässt sich gut an einer Liste ablesen: Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA), Content-Marketing, Social-Media-Marketing, bezahlte Anzeigen in sozialen Netzwerken, E-Mail-Marketing, Marketing-Automatisierung, Online-PR, Affiliate-Marketing sowie Native Advertising und gesponserte Inhalte. Die folgenden Abschnitte erklären jeden Kanal kurz.
SEO sorgt dafür, dass die eigene Website in den unbezahlten Suchergebnissen weit oben erscheint und so dauerhaft Besucher bekommt, ohne dass jeder Klick Geld kostet. Man unterscheidet drei Bereiche: On-Page-SEO (Inhalte und Struktur der einzelnen Seite passen zu dem, was Menschen suchen), Off-Page-SEO (andere Websites verlinken auf Ihre, etwa weil ein Fachportal Ihren Ratgeber empfiehlt) und technisches SEO (schnelle Ladezeiten, saubere Struktur, mobile Darstellung, strukturierte Daten). Wie SEO in die Gesamtstrategie passt, lesen Sie im Beitrag darüber, welche Rolle SEO in der digitalen Marketingstrategie spielt; praktische Hinweise für die eigene Seite liefern unsere Tipps für eine suchmaschinenfreundliche Website.
Bei der Suchmaschinenwerbung bezahlen Sie dafür, dass Ihre Anzeige über oder unter den unbezahlten Ergebnissen erscheint. Abgerechnet wird meist pro Klick (Pay per Click, PPC): Der Betreiber der Werbeplattform erhält jedes Mal Geld, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Der wichtigste Anbieter in Deutschland ist Google Ads, das bis 2018 Google AdWords hieß; daneben gibt es Microsoft Advertising für die Suchmaschine Bing. Der Preis eines Klicks entsteht in einer Auktion und hängt davon ab, wie viele Unternehmen auf denselben Suchbegriff bieten und wie gut die Anzeige zur Suchanfrage passt. SEA wirkt sofort, hört aber auch sofort auf, wenn das Budget endet.
Content-Marketing bedeutet, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten, die für die Zielgruppe nützlich sind – und dadurch Bekanntheit, Besucher, Anfragen und letztlich Kunden zu gewinnen. Typische Formate sind:
Social-Media-Marketing macht Marke und Inhalte in sozialen Netzwerken sichtbar, um Bekanntheit aufzubauen, Besucher auf die Website zu bringen und Kontakte zu gewinnen. Welche Netzwerke sich lohnen, hängt von der Zielgruppe ab. Gängig sind LinkedIn (vor allem im Geschäftskundenbereich), Instagram, Facebook, YouTube, TikTok, Pinterest, Snapchat und X (früher Twitter). Organische Beiträge kosten kein Mediabudget, erreichen aber oft nur einen Teil der eigenen Follower, weil die Plattformen per Algorithmus entscheiden, wem sie was zeigen.
Fast alle Netzwerke verkaufen Werbeplätze, die sich sehr genau auf Zielgruppen zuschneiden lassen:
Mit E-Mails halten Unternehmen Kontakt zu Interessenten und Kunden: Sie weisen auf neue Inhalte, Angebote und Veranstaltungen hin und führen Leser zurück auf die Website. Typische Mails sind der Newsletter für Blog-Abonnenten, Nachfass-Mails an Interessenten, die etwas heruntergeladen haben, Begrüßungsmails für Neukunden, Saisonangebote für Mitglieder eines Kundenprogramms und Tipp-Serien zur Kundenpflege. Der eigene Verteiler hat einen großen Vorteil: Er gehört dem Unternehmen und hängt nicht vom Algorithmus einer Plattform ab. In Deutschland braucht Werbung per E-Mail allerdings grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung – was dabei zu beachten ist, zeigen unsere vier Tipps für rechtlich sauberes E-Mail-Marketing.
Marketing-Automatisierung ist Software, die wiederkehrende Marketingaufgaben nach festen Regeln erledigt. Typische Einsatzfelder:
Angeboten wird solche Software von Spezialisten für E-Mail-Versand wie CleverReach, Brevo oder Mailchimp bis zu umfassenden Plattformen, die mit dem CRM-System des Vertriebs verbunden sind. Für kleinere Unternehmen reicht der Funktionsumfang eines guten Newsletter-Werkzeugs oft aus.
Online-PR sorgt für redaktionelle Berichterstattung in Online-Medien, Fachportalen und Blogs – ähnlich wie klassische Pressearbeit, nur im Netz. Dazu gehören der Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten, die heute auf Plattformen wie LinkedIn, Mastodon, Bluesky oder X erreichbar sind, und der Umgang mit Online-Bewertungen: Wer auf gute wie schlechte Bewertungen sachlich antwortet, zeigt Haltung und schützt seinen Ruf. Auch Kommentare unter eigenen Blogbeiträgen oder Videos verdienen eine Antwort; daraus entstehen oft die besten Gespräche über die eigene Branche.
Beim Affiliate-Marketing bewerben Partner – etwa Vergleichsportale, Blogs oder Creator – die Produkte eines Anbieters und erhalten eine Provision, wenn über ihren Link ein Kauf oder eine Anmeldung zustande kommt. Für den Anbieter ist das erfolgsabhängige Werbung: Er zahlt nur für Ergebnisse. Für Website-Betreiber kann es umgekehrt eine Einnahmequelle sein, etwa über Partnerlinks in sozialen Medien oder Werbeerlöse aus dem YouTube-Partnerprogramm.
Native Advertising bezeichnet Anzeigen, die sich in Form und Inhalt an ihre Umgebung anpassen – etwa ein gesponserter Beitrag im Instagram-Feed oder ein bezahlter Artikel auf einem Nachrichtenportal, der wie ein redaktioneller Text aufgebaut ist. Bei gesponserten Inhalten bezahlt ein Unternehmen ein anderes Medium oder eine Person dafür, Inhalte rund um seine Marke zu erstellen und zu verbreiten. Die bekannteste Form ist das Influencer-Marketing: Eine Marke unterstützt Creator, die in ihrer Zielgruppe Gehör finden, damit diese Beiträge oder Videos mit Bezug zum Unternehmen veröffentlichen. Wichtig in allen drei Fällen: Werbung muss als Werbung erkennbar sein. Eine klare Kennzeichnung ist in Deutschland Pflicht.
Eine hilfreiche Ordnung für die vielen Kanäle bietet das Modell aus Paid, Owned und Earned Media:
Erfolgreiche Strategien verbinden die drei Bereiche. Bezahlte Anzeigen bringen Besucher auf einen eigenen Ratgeber, der Ratgeber wird zitiert und verlinkt, die Links verbessern die Sichtbarkeit in der Suche, und aus Lesern werden Newsletter-Abonnenten. Wer nur auf bezahlte Reichweite setzt, beginnt jeden Monat bei null; wer nur auf eigene Inhalte setzt, wartet oft lange auf das erste Publikum.
Im Unterschied zu den meisten Offline-Maßnahmen liefert digitales Marketing Ergebnisse fast in Echtzeit. Wer jemals eine Anzeige in der Zeitung geschaltet hat, kennt das Problem: Niemand weiß, wie viele Leser überhaupt auf der Seite hängen geblieben sind, geschweige denn, ob die Anzeige zu einem Auftrag geführt hat. Online lässt sich dagegen für fast jede Maßnahme verfolgen, was sie bewirkt hat – soweit die Besucher der Messung zugestimmt haben.
Kennzahlen (Key Performance Indicators, KPIs) sind nur sinnvoll, wenn klar ist, wofür sie stehen. Bewährt haben sich vier Zielebenen mit typischen Messgrößen:
Webanalyse-Werkzeuge wie Google Analytics 4 oder datenschutzfreundliche Alternativen wie Matomo zeigen, wie viele Menschen Ihre Website besuchen, welche Seiten sie ansehen, welches Gerät sie nutzen und woher sie kommen. Kommen etwa nur zehn Prozent der Besucher über die unbezahlte Suche, ist das ein Hinweis, dass sich Arbeit an der Suchmaschinenoptimierung lohnen könnte. Beim Offline-Marketing bleibt fast unsichtbar, wie sich Menschen vor dem ersten Gespräch mit dem Vertrieb informieren. Online lassen sich solche Muster früh erkennen.
Stellen Sie sich vor, Sie werfen eine Produktbroschüre in Briefkästen. Ob sie gelesen wird oder ungeöffnet im Altpapier landet, erfahren Sie nie. Liegt dieselbe Broschüre auf Ihrer Website, sehen Sie, wie oft die Seite aufgerufen wurde, und können über ein Formular die Kontaktdaten derjenigen erfassen, die sie herunterladen möchten. Sie messen also nicht nur das Interesse, sondern gewinnen zugleich qualifizierte Kontakte.
Selten führt ein einzelner Kontakt direkt zum Kauf. Jemand sieht eine LinkedIn-Anzeige, liest Wochen später einen Blogbeitrag, abonniert den Newsletter und fragt schließlich nach einer Google-Suche an. Attributionsmodelle verteilen den Erfolg auf diese Berührungspunkte und zeigen, welche Teile der Strategie mehr Aufmerksamkeit verdienen. Ganz lückenlos gelingt das heute nicht mehr: Cookie-Banner, Werbeblocker, mehrere Geräte und Gespräche, die offline stattfinden, hinterlassen Lücken. Gute Teams ergänzen die Daten deshalb um eine einfache Frage im Anfrageformular: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ Und sie sorgen dafür, dass Marketing und Vertrieb dieselben Zahlen anschauen – sonst streiten beide über Leads, statt sie gemeinsam zu Kunden zu machen.
Welche Inhalte Sie erstellen, hängt davon ab, was Ihre Zielgruppe in der jeweiligen Phase braucht. Am Anfang stehen Buyer Personas: realistische Beschreibungen typischer Kunden mit ihren Zielen, Aufgaben und Hürden. Ein Beispiel wäre die Leiterin Einkauf eines Zulieferers, die Lieferketten absichern und Kosten senken muss. Inhalte sollen solchen Menschen helfen, ihre Ziele zu erreichen.
Im zweiten Schritt ordnen Sie Inhalte nach zwei Kriterien zu – Fachleute sprechen von Content-Mapping: nach den Eigenschaften der Person, die den Inhalt nutzt, und danach, wie nah sie einer Kaufentscheidung ist. Bewährt haben sich diese Formate:
Digitales Marketing funktioniert für Unternehmen jeder Größe und Branche. Überall gilt: Zielgruppe verstehen, nützliche Inhalte bereitstellen, Ergebnisse messen. Die Umsetzung unterscheidet sich aber deutlich danach, ob Sie an Unternehmen oder an Privatkunden verkaufen.
Im Geschäft mit Unternehmen (Business to Business) zielt digitales Marketing meist auf Anfragen: Am Ende soll ein Gespräch mit dem Vertrieb stehen. Entscheidungen fallen hier oft im Team, ziehen sich über Monate und hängen an Fachfragen. Die Website mit gut erklärten Leistungen, Fachbeiträge, Webinare und LinkedIn sind deshalb die wichtigsten Kanäle. Aufgabe des Marketings ist es, möglichst gut vorbereitete Interessenten an den Vertrieb zu übergeben.
Im Geschäft mit Privatkunden (Business to Consumer) soll je nach Preis des Produkts oft direkt online gekauft werden, ohne dass jemals ein Verkäufer beteiligt ist. Im Mittelpunkt steht ein kurzer, reibungsloser Weg vom ersten Kontakt bis zum Warenkorb. Produkte tauchen daher früher in den Inhalten auf, Handlungsaufforderungen (Calls to Action) sind deutlicher. Instagram, TikTok, Pinterest und YouTube sind hier oft wertvoller als LinkedIn, dazu kommen Preisvergleichsportale und Marktplätze wie Amazon.
Wie unterschiedlich digitales Marketing aussehen kann, zeigen einige bekannte Fälle aus Deutschland:
Für den Mittelstand lassen sich daraus zwei Lehren ziehen: Digitales Marketing muss nicht teuer sein, um zu wirken, aber es braucht eine klare Idee, wofür ein Kanal da ist – Verkauf, Bekanntheit oder Service.
Wer einzelne Maßnahmen ohne Plan ausprobiert, verbrennt schnell Zeit und Budget. Eine Strategie muss nicht dick sein; diese sieben Schritte reichen für den Anfang:
Ein häufiger Fehler liegt zwischen Schritt 4 und 5: Das Unternehmen eröffnet Profile auf mehreren Plattformen, kann sie aber nicht regelmäßig bespielen. Ein verwaister Account wirkt schlechter als gar keiner.
Digitale Marketer sind dafür zuständig, über alle verfügbaren digitalen Kanäle – kostenlose wie bezahlte – Bekanntheit aufzubauen und Anfragen zu gewinnen. Für jeden Kanal gibt es eigene Kennzahlen, damit sich seine Leistung beurteilen lässt. In kleinen Unternehmen übernimmt oft eine Person als Generalistin mehrere Kanäle zugleich, häufig unter der Bezeichnung Online-Marketing-Manager. In größeren Unternehmen teilen sich Spezialisten die Aufgaben:
Hinzu kommen Berufsbilder, die mit KI und Datenschutz an Bedeutung gewinnen, etwa Spezialisten für Consent-Management oder für den Einsatz von KI-Werkzeugen in der Content-Produktion. Wer sich in eine dieser Rollen einarbeiten will, findet bei uns eine Auswahl an Seminaren und Workshops zum Online-Marketing.
Künstliche Intelligenz ist im digitalen Marketing nicht neu: Anzeigenplattformen steuern Gebote und Ausspielung seit Jahren mit maschinellem Lernen, und Empfehlungen im Onlineshop beruhen auf ähnlichen Verfahren. Neu ist seit dem Durchbruch von ChatGPT Ende 2022 die generative KI, die Texte, Bilder und Videos erzeugt. Werkzeuge wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder Google Gemini liefern in Minuten Entwürfe für Anzeigentexte, Newsletter-Betreffzeilen, Social-Media-Beiträge oder Bildvarianten.
Drei Entwicklungen sind für Unternehmen besonders wichtig:
Rechtlich gilt: Wer KI-Werkzeuge nutzt, bleibt für die Inhalte verantwortlich. Die europäische KI-Verordnung (AI Act) sieht Transparenzpflichten vor, etwa für täuschend echte, KI-erzeugte Bilder und Videos. Kundendaten gehören nur in Werkzeuge, deren Datenverarbeitung geklärt ist. Meine Einschätzung: KI ersetzt im Marketing keine Strategie, aber sie verschiebt die Arbeit – weg vom Formulieren, hin zum Auswählen, Prüfen und Einordnen.
Digitales Marketing arbeitet mit Daten, und dafür gibt es in Deutschland klare Regeln. Die wichtigsten im Überblick, als allgemeine Information und ohne Rechtsberatung:
Für die Messung bedeutet das: Ein Teil der Besucher lehnt Tracking ab, die Zahlen sind deshalb nie vollständig. Wer das weiß, liest Berichte als Trend und nicht als exakte Wahrheit.
Digitales Marketing ist für fast jedes Unternehmen sinnvoll, aber nicht in jeder Form. Für die meisten Mittelständler lohnt sich zuerst eine gute Website mit klar erklärten Leistungen, die bei den wichtigsten Suchanfragen gefunden wird. Darauf aufbauend bringen ein oder zwei soziale Netzwerke, in denen die eigene Zielgruppe tatsächlich unterwegs ist, und ein sauber aufgebauter Newsletter mehr als ein Auftritt auf allen Plattformen. Bezahlte Anzeigen sind ein guter Beschleuniger, sobald klar ist, welche Seite Anfragen bringt.
Überschätzt wird die Technik, unterschätzt die Ausdauer. Software, Plattformen und KI-Werkzeuge sind schnell eingerichtet; der Unterschied entsteht durch Inhalte, die über Monate regelmäßig erscheinen, und durch die Disziplin, Zahlen anzuschauen und Konsequenzen zu ziehen. Wer bereits digitales Marketing betreibt, erreicht vermutlich schon Teile seiner Zielgruppe – und kennt meist auch die Stellen, an denen die Strategie nachgebessert werden sollte. Einen strukturierten Einstieg in Kanäle, Kennzahlen und Planung bietet unser Seminar „Digitales Marketing Grundlagen“.
Im Alltag meinen beide Begriffe fast dasselbe. Digitales Marketing ist etwas weiter gefasst und schließt auch digitale Kanäle ohne Internetbrowser ein, etwa Apps oder digitale Werbeflächen im öffentlichen Raum.
Das hängt von den Kanälen ab. Wer auf Inbound-Maßnahmen setzt – SEO, Inhalte, Social Media auf einer bestehenden Website –, investiert vor allem Zeit; für den Start genügt ein Content-Management-System wie WordPress oder Webflow. Bei bezahlter Werbung und Agenturleistungen entstehen laufende Kosten. Bei Google Ads etwa bieten Sie gegen Wettbewerber um die oberen Plätze; je nach Suchbegriff kann ein Klick wenige Cent oder viele Euro kosten. Deshalb lohnt es sich, parallel die unbezahlte Reichweite aufzubauen.
Bezahlte Anzeigen liefern Besucher ab dem ersten Tag. SEO und Content-Marketing brauchen dagegen meist mehrere Monate, bis sich spürbare Ergebnisse zeigen, wirken dann aber dauerhaft. Wer gründliche Buyer Personas erarbeitet und regelmäßig hochwertige Inhalte veröffentlicht, sieht mit der Zeit deutliche Fortschritte – eine Garantie gibt es nicht.
Grundsätzlich ja, denn auch Kunden aus Nischenmärkten informieren sich online. Die Form unterscheidet sich jedoch: Ein Zulieferer mit hundert potenziellen Kunden braucht andere Kanäle als ein Onlineshop mit hunderttausend. Für sehr kleine Zielgruppen sind persönliche Ansprache auf LinkedIn und gezielte Fachinhalte oft wirksamer als breite Reichweite.
Eine zentrale. Ein großer Teil der Internetnutzung findet auf dem Smartphone statt, und Google bewertet Websites vorrangig nach ihrer mobilen Version. Website, Formulare, Anzeigen und Social-Media-Grafiken müssen deshalb auf kleinen Bildschirmen funktionieren: kurze Formulare, gut lesbare Schrift, keine Texte in Bildern, die auf dem Handy abgeschnitten werden. Hat Ihr Unternehmen eine App, gehört auch sie zum digitalen Marketing.
Vieles lässt sich mit etwas Einarbeitung selbst erledigen, vor allem Inhalte, Social Media und Newsletter – schließlich kennt niemand die eigenen Kunden besser als das eigene Team. Für Spezialaufgaben wie technisches SEO, große Anzeigenbudgets oder die Einrichtung der Webanalyse lohnt sich externe Hilfe. Wichtig ist, dass das Wissen über Ziele und Zahlen im Haus bleibt.
Wir erweitern ständig unser Beratungsportfolio. Über 600 Beratungsleistungen haben wir für Sie im Programm. Selbstverständlich lassen sich die einzelnen Themen kombinieren. So erhalten Sie genau die Beratung, die Sie wünschen und brauchen.
Mehr IT-, Online-, Digital-Beratungsleistungen anzeigen >>Sie verstehen, wie Strategie, Daten, Website, bezahlte Werbung, Social Media und E-Mail im digitalen Marketing zusammenhängen, kennen die wichtigen Fachbegriffe und Kennzahlen und können Vorschläge von Agenturen und Kolleg:innen einordnen.
Sie planen, starten und steuern Kampagnen in Google Ads: von der Keyword-Recherche über Anzeigen und Gebotsstrategien bis zur Conversion-Messung, die zeigt, welcher Klick sich gelohnt hat.
Ihr Unternehmenskanal auf YouTube, professionell eingerichtet: Rollen statt geteilter Passwörter, Videos und Shorts mit passenden Titeln, Thumbnails und Untertiteln und Auswertungen in YouTube Studio, die zeigen, was Ihr Publikum hält.
Sie prüfen, wie vollständig Ihre GA4-Daten nach Einwilligung, Filtern und Modellierung sind, bauen Ereignisse, Zielgruppen und Explorationen für eigene Fragen auf und erweitern Google Analytics 4 mit BigQuery und Data Studio (früher Looker Studio).
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Sie wählen für Social Media, Werbung, Content, Analytics, SEO, E-Mail und Affiliate-Marketing die passenden Tools und Services aus, vergleichen Funktionen und Kosten und stellen einen Werkzeugkasten zusammen, den Ihr Team tatsächlich nutzt.
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Content-Marketing ist nach wie vor eine der effektivsten Möglichkeiten, um Ihre Marketingziele zu erreichen. Um in diesem neuen wirtschaftlichen Umfeld mit Content Marketing erfolgreich zu sein, müssen Sie kreativ über Inhalte nachdenken, wie Sie sie erstellen, wo Sie sie veröffentlichen und wie sie beworben werden. Nutzen Sie diese sieben (plus eins) Möglichkeiten, um Ihr Content-Marketing jetzt zu verbessern.
Sofern Sie kein E-Commerce-Unternehmen sind, geht es bei Ihrem regelmäßigen E-Mail-Newsletter in der Regel nicht um den unmittelbaren Verkauf, sondern um den Nutzen für Ihre Leser. Das kann ein praktischer Nutzen sein, oder einfach nur Unterhaltung. Aber etwas in Ihrem Newsletter muss hilfreich, lehrreich oder unterhaltsam sein. Wenn Sie es richtig anpacken, sogar alle drei!
Jeder, der sich für Marketing interessiert, hat schon einmal von Segmentierung gehört. Die Theorie ist einfach. Segmentieren Sie Ihre Datenbank und senden Sie dann E-Mails, die relevanter sind und besser konvertieren. Damit dies funktioniert, müssen Sie zwei Probleme lösen.
Wie gelingt Ihnen erfolgreiches Content-Marketing? Der Konsument von heute, der über mehr Informationen und Auswahlmöglichkeiten als je zuvor verfügt, erwartet von seinen Marken mehr als nur clevere Werbetexte und solides Branding.
Eine neue Produkteinführung erfolgreich zu managen, ist keine leichte Aufgabe. Bei all der Arbeit, die in Forschung, Entwicklung, Tests und Herstellung fließt, ist es verständlich, warum das Marketing oft als letztes betrachtet wird. Aber unabhängig davon, wie innovativ Ihr Produkt ist, wenn Sie keine solide Online-Marketing-Strategie haben, werden Ihre Verkäufe höchstwahrscheinlich darunter leiden. Die gute Nachricht ist, dass dies völlig vermeidbar ist! Hier sind einige Dinge, die Sie tun können, um Ihre Marketingstrategie zur Produkteinführung zu verbessern.
Sind Sie mit den Ergebnissen Ihrer Videos zufrieden? Im Jahr 2019 machten Videoinhalte 80% des weltweiten Webverkehrs aus. Forbes fand heraus, dass 90% der Kunden behaupten, dass Videoinhalte ihnen helfen, Kaufentscheidungen zu treffen, und 64% der Kunden sagen, dass das Sehen eines Videos sie eher dazu bringt, ein Produkt zu kaufen. Außerdem werden Videos in den sozialen Medien 1200% häufiger geteilt als Text und Bilder zusammen.
Mit Marketing-Automatisierung können Sie denselben Inhalt an verschiedene Personen zu verschiedenen Zeiten senden. Eine bestimmte Aktion löst die E-Mail aus - und sie wird nur an die entsprechende Person gesendet. So können Sie die Nachricht auf die Phase der sogenannten Buyer Journey abstimmen und erhalten eine bessere Reaktion.
Es gibt langweilige und ineffektive Marketingstrategien, die eine Marke auf eine Art und Weise herunterziehen können, die es praktisch unmöglich macht, ihr Potenzial neu zu entfachen. Hier finden Sie 10 praktische Tipps, mit denen Sie jede Marke - ob unter dem Radar oder auffällig und frisch - in einen einnehmenden, aufregenden und ausgesprochen potenten Konkurrenten verwandeln können.
Welche KPIs nutzen Sie in Ihrem Unternehmen? Das Marketing ist ein Hauptfaktor für den Erfolg Ihrer Firma und wesentlich für den Fortschritt und den Gewinn verantwortlich. Deswegen ist es für das Marketing unerlässlich, die Key Performance Indicators (KPIs) seines Unternehmens genau zu verstehen.
Generative KI schreibt Entwürfe, Lernverfahren bewerten Leads, Assistenten werten Kampagnen aus. Wo KI im B2B-Marketing wirklich hilft, wo sie an Grenzen stößt und was DSGVO und KI-Verordnung verlangen.
Welche Art von Kunden hat Ihr Unternehmen? B2B-Kunden sind dieselben Menschen, die ihre Lebensmittel online bestellen, per Telefon für Flüge einchecken und Produktbewertungen googeln, während sie im Laden stehen. Wie also können B2B-Unternehmen ihr Angebot verbessern? Hier sind ein paar Möglichkeiten für den Anfang.